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Kochen im Holzhausener Jugendclub

Sozialarbeiter im Kampf gegen Langeweile Kochen im Holzhausener Jugendclub

Der Jugendclub in Holzhausen hat an zwei Tagen in der Woche geöffnet. Die Kinder und Jugendlichen des Dorfes freut es, dass sie zumindest an diesen Tagen in den Club gehen können. Betreuer Michael Herbst lässt sich jedes Mal etwas einfallen, damit keine Langeweile bei den Kindern aufkommt.

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Der 35-jährige Sozialarbeiter Michael Herbst (M.) betreut den Holzhausener Jugendclub seit drei Jahren.

Quelle: André Reichel

Holzhausen. Punkt 14 Uhr kam Michael Herbst am Dienstag am Jugendclub in Holzhausen an. Gemeinschaftliches Kochen stand auf dem Plan und daher hat der Sozialarbeiter vorher alle Zutaten eingekauft, die benötigt wurden. „Ein wenig Zeit habe ich noch für die Vorbereitungen“, sagte Michael Herbst, als er die Tür zum kleinen Jugendclubraum neben der Kita aufschloss.

Kaum hatte der Jugendbetreuer die Tische als Arbeitsfläche hergerichtet und alle Zutaten ausgepackt, kamen auch schon die beiden zwölfjährigen Mädchen Leticia und Juline zur Tür hinein. Ihnen folgte die siebenjährige Lea-Sophie und die 13-jährige Nicole. Ausnahmsweise schaute diesmal auch der bereits 18-jährige Lucas vorbei, der bis vor Kurzem regelmäßig den Jugendclub besuchte. Einige andere Kinder und Jugendliche des Dorfes, die sonst immer mit von der Partie sind, kamen diesmal nicht. Während der Salat und die Tomaten geschnitten und das Hackfleisch gewürzt wurde, erzählten die Kinder von ihren Erlebnissen in der Schule. Auch der Straßenbau im Dorf war Thema.

Der Eismann läutet mit einer Glocke

Als sich bereits leckerer Bratenduft im blaugestrichenen Jugendraum ausbreitete, läutete draußen vor der Tür der Eismann seine Glocke. Ein paar Kinder und andere Dorfbewohner stellen sich an und holten sich ein Softeis. Der Eismann fuhr schließlich weiter. Schon bald waren im Jugendclub die ersten selbst gemachten Hamburger fertig und die Kinder genossen die Früchte ihrer gemeinsamen Arbeit.

Als Michael Herbst vor drei Jahren seine Stelle als Sozialarbeiter antrat, übernahm er nicht nur die Betreuung des Holzhausener Jugendclubs, sondern auch den Kötzliner Club. Anfangs hatte Michael Herbst noch eine MAE-Kraft zur Unterstützung. In dieser Zeit war der Holzhausener Jugendclub an fünf Tagen pro Woche offen. Seit die MAE-Stelle vor anderthalb Jahren wegfiel, ist nur noch dienstags und freitags geöffnet.

An den anderen Tagen in der Woche langweilen sich die Kinder. „Meistens sitzen wir dann in der Bushaltestelle. Was anderes bleibt uns nicht übrig“, sagte ein Mädchen. Jedoch können die Kinder des Dorfes hoffen, dass sich dies wieder ändert. Michael Herbst verriet, dass an einer Personalaufstockung gearbeitet wird, und dann kann der Club auch wieder täglich geöffnet werden.

Von André Reichel

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