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Ostprignitz-Ruppin Königsbergerin feierte 80.
Lokales Ostprignitz-Ruppin Königsbergerin feierte 80.
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02:15 03.03.2016
Gertrud Krüger (r.) nahm viele Glückwünsche zum 80. Geburtstag entgegen. Quelle: Christamaria Ruch
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Königsberg

Die Hände in den Schoß legen, das ist für Gertrud Krüger aus Königsberg undenkbar. In der Ortsgruppe der Volkssolidarität hält sie seit 24 Jahren die Fäden in der Hand. Außerdem schlägt ihr Herz für den Brandschutz. Doch in der vergangenen Woche durfte sich die ehemalige Lehrerin zurück lehnen: Die Jubilarin feierte ihren 80. Geburtstag und nahm viele Glückwünsche entgegen.

Mit „blutjungen 20 Jahren kam ich im August 1956 nach Königsberg“, erinnert sich Gertrud Krüger. Die Lehrerin stand damals am Anfang ihrer Berufslaufbahn. Aus den geplanten drei Jahren Pflichtzeit an der Schule wurde ein ganzes Berufsleben. Sie stammt aus Lehnsdorf bei Wiesenburg (Landkreis Teltow-Fläming). Schon frühzeitig stellten sich die Weichen für den Beruf, denn sie ging auf eine Schule mit erweitertem Russischunterricht. Nach dem Abitur 1954 besuchte sie zwei Jahre das Pädagogische Institut in Leipzig. „Das war eine verkürzte Ausbildung, weil junge Lehrer damals auf dem Land ­gesucht wurden“, so Krüger.

Russischlehrerin auf dem Land war von Beginn an ihr Ziel. Die Wahl fiel auf Königsberg im Altkreis Wittstock. Eine gute Wahl, wie sich herausstellte. Schon bald schlug ihr Herz für den Königsberger Klaus Krüger, mit dem sie seit 1958 verheiratet ist. Das Ehepaar hat vier Söhne und sechs Enkeltöchter.

Die Schule in Königsberg schloss im Jahr 2000 ihre Türen

„Irgendetwas muss ich ja als Lehrerin richtig gemacht haben“, sagte Gertrud Krüger am Geburtstag. Denn neben vielen anderen Gratulanten reihten sich auch ­Vertreter aus vier Schuljahrgängen ein. 35 Jahre unterrichtete sie mit Leib und Seele die Kinder aus Königsberg und Umgebung. Fast 20 Jahre war sie außerdem stellvertretende Direktorin. 1986 wurde sie zur Studienrätin ernannt. 1991 stand die Zehnklassenschule in Königsberg vor großen Einschnitten. Sie wurde zunächst in eine Grundschule umgewandelt, bevor sie im Jahr 2000 die Türen schloss. „Ich wollte zu dem Zeitpunkt nicht noch mal bei Null anfangen und an eine andere Schule wechseln“, bekennt sie klar. Somit entschied sie sich 1991 für den Vorruhestand.

Ein Jahr später entdeckte sie ein neues Arbeitsfeld. Sie übernahm die Leitung der Ortsgruppe Volkssolidarität. Mitglied ist sie dort bereits seit 1968. „Ich war froh, endlich wieder eine Betätigung zu finden“, sagt Gertrud Krüger. Und: „Niemand kümmerte sich damals um unsere Senioren.“ Monatlich organisiert sie die Treffen, die immer nach einem besonderen Ritual ablaufen. Krüger eröffnet mit einem Gedicht die Nachmittage, dann gibt sie viel Zeit für Gespräche bei Kaffee und Kuchen, bevor ein Thema im Mittelpunkt steht. Sie schickt ihre Gäste stets mit einem guten Wunsch auf den Heimweg.

Sie leitet die Ortsgruppe der Volkssolidarität

„Sie ist ein streitbarer Geist“, so das Lob ihres Mannes Klaus. Denn Gertrud Krüger steht immer auch für klare und deutliche Worte, äußert mit Nachdruck ihre Meinung und lässt sich nicht verbiegen. Auch in der Ortsgruppe der Volkssolidarität nimmt sie politisch Stellung. „Wenn ich gesund bleibe, möchte ich die Leitung bis zum 50-jährigen Jubiläum der Ortsgruppe im kommenden Jahr beibehalten.“

An der Seite ihres Mannes engagiert sich Gertrud Krüger seit 1981 bei der Feuerwehr. Klaus Krüger brennt seit mehr als 60 Jahren für diese Aufgabe und leitet seit 1998 die Seniorenkameradschaft der Feuerwehr im Altkreis Wittstock. An seiner Seite ist Gertrud Krüger als Kassenwartin aktiv. Bei vielen Geburtstagen und Ehejubiläen unter den Feuerwehrsenioren gratulieren die Krügers. Doch nun stand Gertrud Krüger im Mittelpunkt und schüttelte auch viele Hände von Brandschutzkameraden.

Von Christamaria Ruch

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