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Kommission bewertet Sanierung

Wusterhausen Kommission bewertet Sanierung

Wusterhausen muss vieles richtig gemacht haben bei der Sanierung historisch wertvoller Gebäude in der Innenstadt. Die Mitglieder der Bewertungskommission der Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ war bei ihrem Besuch sehr zufrieden mit den Ergebnissen. Es gab aber auch schlechte Sanierungsbeispiele.

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Die Kommission vor dem Haus Kyritzer Straße 6, dem ein neuer Besitzer wieder Leben einhauchen will.

Quelle: Arne Krohn

Wusterhausen. Gute und schlechte Beispiele im Sanierungsgebiet der Stadt Wusterhausen standen jetzt im Mittelpunkt eines Rundgangs der Bewertungskommission des Landesamtes für Bauen und Verkehr. „Die Kommission überprüft inwieweit die Ziele der Sanierung erreicht werden oder bereits wurden“, erklärte Bürgermeister Roman Blank im Nachgang. Der letzte Besuch sei im Jahr 2010 gewesen, sagte er.

Vorsitzender der Kommission ist Andreas Pfaff. Er und seine Mitstreiter, dazu gehören Denkmalschützer, Bürgermeister, Architekten sowie Mitarbeiter von Verwaltungen und Ministerien, besuchen die Mitgliedsstädte der Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen regelmäßig. Bei den Treffen wird über Strategien der Sanierung, die Stadterneuerung und die Entwicklung des jeweiligen historischen Stadtkerns diskutiert. Die Empfehlungen des Fachgremiums seien für die Mitgliedsstädte von großer Bedeutung, so Blank. Wusterhausen ist seit 2002 Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft.

Chancen für Sanierung der Friedhofskapelle

„Die Mitglieder der Kommission waren sehr zufrieden mit dem Erreichten“, so Blank. Sie hätten es begrüßt, dass das Gebäude in der Alten Poststraße 5 nun von der Stadt gesichert wird. „Wir wollen damit versuchen, den Verfall für zehn bis 15 Jahre stoppen“, sagte Blank. Das Haus steht unter Denkmalschutz. Sehr angetan sei die Kommission von der Kyritzer Straße 6 gewesen. Es ist eins der ältesten Fachwerkhäuser in Wusterhausen. „Der neue Eigentümer hat vor, es originalgetreu wieder herzurichten“, wusste Blank. Der Mann ist Architekt und Denkmalschützer und wolle daraus eine Art Schauobjekt machen, hieß es beim Rundgang.

Für interessant befunden wurde die Friedhofskapelle der evangelischen Kirche auf dem Friedhof der Stadt. Sie stammt aus dem 13. Jahrhundert. Die Kommission habe laut Blank gute Chancen für eine geförderte Sanierung des Gebäudes gesehen. Derzeit ist der Innenbereich stark baufällig. Von außen müsste das Haus ebenfalls neu verputzt werden. „Außerdem sind im Innenbereich die Fresken an den Wänden zu sichern“, so Blank. Er berichtete auch noch darüber, dass die Besucher beeindruckt davon gewesen sind, dass die Stadt bereits alle ihre kommunalen Flächen saniert hat.

Es gibt auch schlechte Beispiele

Als schlechte Beispiele der Aufarbeitung standen dagegen unter anderem das Eckhaus am Markt 54 im Fokus. Dort sei das Sanierungsziel noch nicht erreicht worden, so die Bauamtsleiterin der Stadt, Melanie Füllgraf. Ebenso werde darüber nachgedacht, ob das Haus in der Sankt-Petri-Straße 9 sowie das Gebäude in der Alten Poststraße 5 in den Sanierungsfonds der Stadt übernommen werden sollte. Dann könnte es auch gesichert und sein Verfall zunächst für einige Zeit gestoppt werden.

Von Melanie Füllgraf war auch zu erfahren, dass bei der Bewertungskommission gut angekommen ist, dass die Stadt einen so genannten „Verfügungsfonds Stadtkern“ eingerichtet hat. Damit soll der Stadtkern belebt und seine Attraktivität gesteigert werden. Diese Förderrichtlinie über die Vergabe von Zuschüssen auf der Grundlage der Städtebauförderrichtlinie des Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung ist von der Gemeindevertretung beschlossen worden. Fördermittelanträge können im Rathaus eingereicht werden. Im Boot sind neben der Kommune auch der Bund und das Land. Die Förderrichtlinie ist auf der Internetseite der Stadt zu finden.

Von Sandra Bels

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