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Ostprignitz-Ruppin Kommt bald das Foto-Verbot im Freibad?
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kommt bald das Foto-Verbot im Freibad?
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00:19 16.06.2017
In der Fontanetherme am Ufer des Ruppiner Sees werden ab nächster Woche an die Gäste Aufkleber zum Abdecken der Linse ausgegeben. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin/Rheinsberg

Als erster großer Tourismusanbieter in der Region reagiert die Neuruppiner Fontane-Therme darauf, dass Leute mit ihrem Smartphone alles fotografieren, was ihnen vor die Linse kommt – egal, ob das die Fotografierten wünschen oder nicht. In der Therme gilt zwar bereits seit mehr als einem Jahr ein generelles Handyverbot. Doch einige Gäste wollen in der Therme nicht auf ihr Smartphone oder das kleine elektrische Lesegerät verzichten. Deshalb hat die Therme jetzt spezielle Aufkleber bestellt, die man auf die Kameralinse des jeweiligen Gerätes kleben kann. „Sie lassen sich rückstandsfrei wieder lösen“, sagte am Montag Martina Jeschke, die Chefin des Resort Mark Brandenburg, zu dem die Fontane-Therme gehört.

In der Fontanetherme am Ufer des Ruppiner Sees werden ab nächster Woche an die Gäste Aufkleber zum Abdecken der Linse ausgegeben. Quelle: Peter Geisler

Ab nächster Woche sollen die Aufkleber in der Therme sein. Bisher habe es kaum mal Probleme mit Gästen gegeben, die sich nicht an das Foto-Verbot gehalten haben, sagte Jeschke. Doch das Resort und die Therme wollen auf Nummer sicher gehen, damit es gar nicht erst zu einem Eklat kommt.

In Hessen gibt es bereits ein Foto-Verbot in Freibädern

Denn viele ignorieren einfach das Recht am eigenen Bild. Dieses Recht besagt, dass niemand ohne sein Einverständnis fotografiert werden darf. Das gilt insbesondere dann, wenn die Fotos irgendwo veröffentlicht werden sollen, etwa in Zeitungen oder im Internet. Wegen vieler Beschwerden gilt in mehreren Freibädern in Hessen bereits ein Foto-Verbot, andere Bundesländer überlegen, diesem Beispiel zu folgen.

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Immer öfter wird das Knipsen in Badeanstalten zum Problem - denn andere Badegäste fühlen sich belästigt.

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Im Neuruppiner Sportcentcer gab es noch keine gravierenden Verstöße gegen die Regel, dass man Leute nicht einfach ungefragt fotografieren darf. Gleichwohl überlegt Chefin Bärbel Kaatzsch, einen entsprechenden Punkt in der Hausordnung aufzunehmen. „Es ist verständlich, wenn sich jemand belästigt fühlt, der ungefragt fotografiert wird“, sagte Bärbel Kaatzsch.

Fotos auf Wunsch vom Babyschwimmen

Ganz anders sieht es aus, wenn Fotos auf Wunsch beim Baden gemacht werden – etwa beim Babyschwimmen. „Das wird aber immer vorher mit den Eltern abgestimmt“, betonte Kaatzsch. Auch im Neuruppiner Jahnbad hat es laut Schwimmmeisterin Marlen Steiner noch keine Beschwerden wegen des ungefragten Fotografierens von Badegästen gegeben. Deshalb ist ein Foto-Verbot im Jahnbad derzeit kein Thema.

Ähnlich sieht es in Rheinsberg und Lindow aus. „Wir hatten noch nie Probleme in dem Bereich, keine Beschwerden, keine Anfragen“, sagte Günter Steffens, Vorsitzender des Rheinsberger Marineclubs. Der Verein betreibt seit einigen Jahren das Seebad in der Prinzenstadt. „Bei uns sind ja meist Familien mit ihren Kindern zu Besuch – und die fotografieren selten und wenn, dann den eigenen Nachwuchs.“

Noch keine Beschwerden in Rheinsberg und Lindow

Auch das Sport- und Bildungszentrum Lindow blieb von ungezügelter Fotografierwut bisher verschont. Geschäftsführer Hans-Jürgen Noack glaubt, den Grund dafür zu kennen: „Wir sind ein Sportbad. Bei uns liegen die Leute nicht rum und wollen ihren neuen Bikini vorführen. Sie schwimmen ihre Bahnen und gehen wieder.“

Von Andreas Vogel und Celina Aniol

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