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Komödien in Kampehl und drumherum

Schöller-Festspiele Komödien in Kampehl und drumherum

Die Vorbereitungen auf die 7. Schöller-Festspiele vom 12. bis 21. August 2016 sind weit fortgeschritten. Der Spielplan für das große Komödienfestival steht und auch die Finanzierung von öffentlicher Seite scheint gesichert. Neu ist in diesem Jahr der Spielort: der Schlosspark in Kampehl bei Neustadt.

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Wieder wird ein Park mit Strohballen und Bühne zum Theatersaal – diesmal aber nicht in Neustadt, sondern in Kampehl.

Quelle: Alexander Beckmann

Kampehl. In der siebenten Auflage ist bei den Schöller-Festspielen, dem großen Komödienfestival, längst eine gewisse Routine eingekehrt. Vom 12. bis 21. August wird es dem geneigten Publikum wieder eine geballte Ladung Ulk und Klamauk vorsetzen. Doch diesmal kehrt es dazu gewissermaßen an seine Wurzeln zurück: Spielort wird nicht der Park hinter dem Landstallmeisterhaus des Neustädter Hauptgestüts sein, sondern der Park am Kampehler Schloss – dort, wo das Festival 2010 seine Premiere erlebte.

Der Grund sind für den Festivaldirektor Peter Schroth aus Koppenbrück weniger nostalgische Gefühle als ganz praktische Erwägungen. Und die hängen mit der Entwicklung rund um das Neustädter Internat Schloss Spiegelberg zusammen. Dessen Zukunft war im vergangenen Herbst unsicher – mitten in den Vorbereitungen auf die neue Spielzeit. „Wir finden es immer gut, wenn die Schauspieler den Spielort nach ihrem Auftritt nicht fluchtartig verlassen“, sagt Peter Schroth. Der Kontakt zum Publikum und auch untereinander sei für so ein Festival wichtig. „Das mit dieser Tingelei finde ich schrecklich.“ Also brauche es eine Übernachtungsmöglichkeit in der Nähe. „Das war mit dem Schloss Spiegelberg gegeben.“ Doch angesichts der Unwägbarkeiten sah man sich sicherheitshalber nach Alternativen um. „Wir haben das Gespräch mit Herrn Kort in Kampehl gesucht und der hat uns dann das jetzt komplett ausgebaute Schloss angeboten“, berichtet Schroth. Der dazugehörige Park sei als Spielort hervorragend geeignet. Die enge Beziehung zum Gestüt wolle man aber auf jeden Fall aufrechterhalten. Das siebente Festival solle schließlich nicht das letzte sein.

Am Spielplan für 2017 wird auch schon gefeilt

Die Vorbereitungen auf den August sind auch sonst weit fortgeschritten. Der Spielplan steht und auch die Finanzierung von öffentlicher Seite scheint gesichert. „Aber natürlich ist es jedes Jahr eine neue Begegnung mit den privaten Sponsoren – ob sie wieder mit dabei sind“, sagt Peter Schroth. Die entsprechenden Gespräche seien gegenwärtig ein Hauptthema für ihn. „Wir hoffen sehr, dass die Sparkassen Ostprignitz-Ruppin und Prignitz, die Dr.-Wolfgang-Neubert-Stiftung und die KMG-Kliniken als bisher größte Unterstützer wieder mit im Boot sind.“

Das Festival beschäftige ihn praktisch ständig, erklärt der 75-Jährige. „Ich befasse mich schon seit Oktober mit Recherchen für 2017. Wir müssten die ersten Flyer ja schon zu den Festspielen in diesem Jahr haben.“ Hinzu kämen Berichte, Abrechnungen, Konferenzen mit Fördermittelgebern. „Es gibt eigentlich keine Schöller-freie Zeit.“ Schließlich bestehe das Organisationsteam im Wesentlichen aus nur drei Personen.

Und noch ein Thema bewegt den Festivalchef: der Tourismusverein Kyritz, Wusterhausen, Neustadt (Dosse) und seine unsichere Zukunft. „Wenn so eine Schaltstelle wegfällt – und die hat sich in den vergangenen zwei Jahren ja deutlich verbessert – dann ist das für die Einzelakteure natürlich ganz schwierig. Wie sollen die ihre Angebote noch publik machen?“

Acht Tage rund um Schöller

Eröffnet werden die 7. Schöller-Festspiele am 12. August mit der Komödie „Landeier – oder Bauern suchen Frauen“, die am 13. August eine weitere Aufführung erlebt.

Der Familiensonntag ist am 14. August mit dem Puppenspiel „Wackelzahnkrimi“, Kuchenbasar, Spiel, Spaß und der Komödie „Pension Schöller“.

Das „theatro mobile“ begibt sich ab 16. August auf Tour: Nach dem Start in Kyritz gibt es das Comedyprogramm „Mitten ins Herts“ mit Christoph Walther und Stefan Schramm noch am 17. August am Schloss Demerthin und am 18. August in Wusterhausen.

Die „Pension Schöller“ wird am 19. August ein zweites Mal aufgeführt.

Die „Lange Schöller-Nacht“ bietet am 20. August Theater, Musik und regionale Köstlichkeiten. Zu erleben sind ein Otto-Reuter-Programm, der Loriot-Abend „Büffel im Schlafrock“, „Dinner for one“, Feuershow, Musik und Tanz.

Am zweiten Familiensonntag, 21. August, stehen das Theaterstück „Der Zauberkoffer“, Kuchenbasar, Spiel und Spaß und der Loriot-Abend „Büffel im Schlafrock“ auf dem Programm.

Karten (inklusive Frühbucherrabatt) gibt es in der Neustädter Poststelle, in der Neustädter Amtsverwaltung, im Kyritzer Tourismusbüro, bei Elektro-Herrmann in Wusterhausen, beim Reisebüro Globus in Kyritz, in der Buchhandlung Steffen in Kyritz und Wittstock und im Servicecenter der MAZ in Pritzwalk und Neuruppin. Auch unter www.schoeller-festspiele.de können Karten gekauft werden.

Von Alexander Beckmann

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