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Kompromiss für Tourismusförderung

Ostprignitz-Ruppin Kompromiss für Tourismusförderung

Der Streit über die Tourismusförderung ab dem nächsten Jahr in Ostprignitz-Ruppin ist beigelegt. Vize-Landrat Werner Nüse (SPD) präsentierte dem Kreistag am Donnerstag ein neues Kompromisspapier. Demnach soll das Geld, das für das Ruppiner Seenland und den Prignitzer Tourismusverband bestimmt ist, nach einer ganz bestimmten Quote aufgeteilt werden.

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Der Tourismusverband Ruppiner Seenland erhält ab dem nächsten Jahr 71 Prozent des Etats, mit dem Ostprignitz-Ruppin den Tourismus fördert.

Quelle: Andreas Vogel

Neuruppin. Der Tourismusverband Ruppiner Seenland erhält bis einschließlich 2019 exakt 71 Prozent der jährlichen Tourismusförderung des Landkreises Ostprignitz-Ruppin, der Tourismusverband Prignitz die restlichen 29 Prozent. Auf diesen Kompromiss, den Vize-Landrat Werner Nüse (SPD) am Donnerstagabend präsentierte, hat sich der Kreistag mit großer Mehrheit festgelegt. Lediglich die Kyritzerin Rita Büchner (Linke) und die Neuruppinerin Hannelore Gußmann (SPD) stimmten dagegen, ohne dafür Gründe zu nennen.

Die Übernachtungszahlen werden berücksichtigt

Der Landkreis will den Tourismus im nächsten Jahr mit 120 000 Euro fördern, das sind 20 000 Euro mehr als in diesem Jahr. Das Ruppiner Seenland bekommt demnach 2017 genau 85 200 Euro, der Prignitzer Verband 34 800 Euro. Wie hoch die Zuschüsse in den Jahren 2018 und 2019 sein werden, muss der Kreistag jeweils mit der Verabschiedung des Haushaltes festlegen. Klar ist nur die prozentuale Verteilung. Diese berücksichtige angemessen, dass die Übernachtungszahlen im Ruppiner Seenland neunfach höher sind als im Prignitzer Verband, sagte Nüse.

Möglich wurde dieser Kompromiss, weil sich der Kreis von dem bisher favorisierten neuen Förderkonzept wieder verabschiedet hat. Demnach sollte es nur noch 40 Cent je Einwohner geben und nicht mehr einen Euro, dafür aber 7 Cent je Übernachtung. Diese geplante Neuregelung war auf heftigen Protest gestoßen – vor allem in Kyritz und Wittstock. Die Dossestädter sind bereits seit 1999 nur noch in der Prignitz Mitglied im Tourismusverband; Kyritz, Neustadt und Wusterhausen haben jetzt beschlossen, in die Prignitz zu wechseln, weil sie glauben, dort besser aufgehoben zu sein als im Ruppiner Seenland mit seinen touristischen Leuchttürmen Rheinsberg und Neuruppin.

Im Jahr 2020 ist ein neuer Beschluss notwendig

Der Kompromiss berücksichtige, dass sich der Tourismusverband Prignitz ab dem Jahr 2020 im neu gebildeten Landkreis befinden werde, der aus der Fusion von Prignitz und Ostprignitz-Ruppin entstehen soll. Deshalb müsste 2020 auch ein neuer Beschluss über die Tourismusförderung gefasst werden, so Nüse. CDU-Fraktionschef Sebastian Steineke begrüßte den Kompromiss. „Beide Verbände sind nicht ganz zufrieden.“ Also könne das Ergebnis nicht so schlecht sein.

In diesem Jahr erhält das Ruppiner Seenland knapp 80 000 Euro aus Neuruppin, der Prignitzer Verband gut 19 000 Euro.

Von Andreas Vogel

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