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Konfirmanden proben fürs faire Frühstück

Neuruppin Konfirmanden proben fürs faire Frühstück

Alles Banane? Nicht ganz, solange die Ärmsten der Armen 14 Stunden am Tag auf den Plantagen schindern, ohne ihre Familien ernähren zu können. Und die Supermärkte den Hauptgewinn einstreichen. Das und viel mehr lernen die Jugendlichen im Rahmen ihres Konfirmanden-Unterrichts. Am 16. Juli sind sie dabei beim großen öffentlichen Fair-Frühstück auf dem Neuruppiner Schulplatz.

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Gemüseschnippeln für das gemeinsame Mahl.

Quelle: Regine Buddeke

Neuruppin. Rein in den Schutzanzug, Mundschutz umgebunden und dann geht es los: Bananenwaschen im Akkord. Kilo um Kilo.

Das, was die Konfirmandengruppe am Sonnabend im Cafe Hinterhof nachspielt, kann natürlich nicht annähernd nachvollziehbar machen, wie es Kindern auf einer regulären Bananenplantage tagtäglich ergeht – für die Jugendlichen ist es nur ein Spiel – nicht bitterer Ernst, die Familie zu ernähren. Wenngleich letzteres an diesem Vormittag das Ziel ist: während Janek, Jakob, Jannes, Friedemann und Lucas hingebungsvoll Gemüse für den Salat schnippeln, Falafel braten oder Bananenschoko-Kuchen aus fair angebauten Bananen backen, decken andere Konfirmanden den Tisch. Bald werden die Eltern eintreffen und dann soll getafelt werden.

„Es ist Teil des Konfirmandenunterrichts, gemeinsam zu kochen und zu essen. Mit dem Fokus auf faire Lebensmittel, auf saisonal und regional“, erklärt Gemeindepädagogin Evi Tomaske-Fellenberg, die beim Projekt mit den Esta-Mitarbeiterinnen Marion Duppel und Karoline Waack verlässliche Partner an der Seite hat. Auch die Esta-Aktiven sind froh, denn die Jugendlichen werden mit den gelernten Fähigkeiten das am nächsten Wochenende stattfindende „Faire Frühstück“ auf dem Neuruppiner Schulplatz unterstützen.

Lucas hat den Bananenkuchen gebacken

Lucas hat den Bananenkuchen gebacken.

Quelle: Regine Buddeke

„Fairer Handel hat etwas mit Gerechtigkeit zu tun“, so Tomaske-Fellenberg. Es sei nicht fair, wenn die Arbeiter der Bananenplantagen 14 Stunden täglich rackern und trotzdem ihre Familien nicht ernähren können. „Wir haben den Kindern erzählt, dass den größten Gewinn dabei die Supermärkte machen, vor den Konzernen und Plantagenbesitzern. „Das ist gemein“, sagt eine Konfirmandin.

Auch dass es in Deutschland nicht genug Ackerfläche gibt, um all die Tiere zu ernähren, die der Deutsche isst – 90 Kilo ist der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch an Fleisch – wird den Jugendlichen vermittelt. Auch, warum es besser ist, Erdbeeren im Sommer und Kohl im Winter zu essen.

„Es ist die zentrale Botschaft des Projekts: Wir haben nur die eine Welt – die wollen wir erhalten und fair teilen“, bringt es Karoline Waack auf den Punkt und hofft auf viele Besucher, die am 16. Juli zum öffentlichen Frühstück kommen. Die Konfirmanden werden auch vor Ort sein: mit den leckeren Bananen-Muffins.

Von Regine Buddeke

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