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Konsequenzen aus dem Wahlplakatbrand

Rheinsberg Konsequenzen aus dem Wahlplakatbrand

Die Rheinsberger Feuerwehrführung will die Brandschützer aus eigenen Reihen bestrafen, die ein Wahlplakat im Zentrum der Stadt angezündet haben sollen. Die Geschädigten indes verzichten auf Ahndung: Sie gehen davon aus, dass die jungen Feuerwehrleute zu der Tat angestiftet wurden.

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Komplett niedergebranntes Wahlplakat in Rheinsberg.

Quelle: Privat

Rheinsberg. Das Anzünden des Wahlplakats im Rheinsberger Zentrum werde Konsequenzen für die zwei jungen Feuerwehrleute haben, die sich der Polizei gestellt haben. Das hat Bürgermeister Jan-Pieter Rau jetzt verkündet. Welche Folgen genau die Tat haben wird, das will Rau erst am Donnerstagabend der Feuerwehreinheit Rheinsberg sowie den Betroffenen mitteilen. Es handele sich dabei allerdings um eine vorläufige Entscheidung, schränkt Rau ein. Endgültig werde sie, wenn die Ergebnisse der Ermittlungen vorliegen. Die Strafe betrifft einen 15- sowie einen 18-Jährigen, die in der vergangenen Woche ein Wahlplakat des Bürgermeisterkandidaten Frank-Rudi Schwochow in der Mühlenstraße mit Benzin in Brand gesteckt haben sollen. Nach einem Aufruf des Lokalpolitikers auf Facebook haben sich die beiden Mitglieder der örtlichen Feuerwehr selbst bei der Polizei gemeldet (die MAZ berichtete). Abgesehen von der Strafe für die Tatverdächtigen, gegen die die Kripo ermittelt, will Rau keine weiteren Schritte zur Vorbeugung solcher Taten unter Feuerwehrleuten unternehmen. Der oberste Dienstherr der Brandschützer geht davon aus, dass es sich um einen Einzelfall handelt. „Man kann natürlich nicht in die Köpfe reingucken“, schränkt Rau ein. „Aber 99,9 Prozent unserer Feuerwehrleute zündeln nicht.“ Davon sei er fest überzeugt.

Anders als die Wehrführung wollen Schwochow und er keine Konsequenzen aus der Brandstiftung ziehen. Das sagt Schwochows BVB/Freie Wähler-Mitstreiter Hans-Georg Rieger. Auch er ist betroffen, weil das Grundstück, auf dem der Aufsteller stand, seiner Mutter gehört, für die Rieger Bevollmächtigter ist. Nach Gesprächen mit den jungen Feuerwehrleuten seien sie überzeugt, dass diese zu der Tat angestiftet wurden. „Wir wissen nicht, wer dahintersteckt“, so Rieger. „Es kann aber unmöglich auf ihrem eigenen Mist gewachsen sein.“ Deshalb erwäge Schwochow, die Anzeige zurückzuziehen, so Rieger. Er selbst will darauf verzichten, eine zu stellen. Zudem wollen sie nun der Jugendfeuerwehr Geld spenden. „Als Zeichen, dass wir davon überzeugt sind, dass es sich bei den beiden nicht um die wahren Täter handelt.“

Von Celina Aniol

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