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Konzert des Märkischen Jugendchors

Lindow Konzert des Märkischen Jugendchors

Beim Neuruppiner Tempelgarten-Projekt lernten sich Regisseur Sebastian Eggers und der Märkische Jugendchor kennen – der Grundstein für weitere gemeinsame Projekte. „Mit dem szenisch-musikalischen Programm „Abschied“ gelang die Nominierung zur Bundesbegegnung „Schulen musizieren“. Das Programm stellte der Chor am Sonnabend in Lindow vor.

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Zwischen den Stühlen: die Lieder wurden in Bilder verpackt.

Quelle: Regine Buddeke

Lindow. Der Märkische Jugendchor des Neuruppiner Schinkel-Gymnasiums ist in der Region bekannt – auch in Lindow sangen die Schüler bereits des öfteren. Zum zweiten Konzert der Reihe „Lindower Sommermusiken“ warteten die Mädchen und Jungen mit einem besonderen Programm auf: „Abschied“ heißt es – ein Name wie eine Metapher. Vielschichtig kann es Abschied vom Tag in die Nacht, Abschied von Menschen, oder auch von Lebensträumen und Idealen bedeuten.

„Ein spannender Prozess, bei dem die Sänger von der Chorleiterin Ulrike Schubach und dem Regisseur Sebastian Eggers zunächst mit Fragen konfrontiert wurden“, erklärt es Kara Huber, die Schirmherrin der Lindower Sommermusiken, den rund 100 Zuhörern in der Kirche. Mit Mut und Übermut habe man sich dem spannenden Thema gestellt, so Kara Huber, die sich freut, „wenn Kirche durch junges Leben gefüllt wird“. Mit einem Teil des Programms, „Abschied“, nahm der Schulchor im März in Potsdam an der Landesbegegnung „Schulen musizieren“ teil – und wurde nominiert, die Region 2017 auch auf Bundesebene zu vertreten.

Am Sonnabend war das gesamte Programm zu hören: ein Querschnitt an Liedern durch alle Zeiten – Volkslieder, Madrigale, Spirituals, Abendlieder, kirchliche Gesänge der Renaissance. In Szene gesetzt von Sebastian Eggers vom Theater Redux, der auch bei vielen Inszenierungen der Neuruppiner Jugendkunstschule federführend ist. Das schulübergreifende Tempelgarten-Projekt im vergangenen Jahr war es auch, das die Chorleiterin Ulrike Schubach und den Regisseur Sebastian Eggers zusammenbrachte – mit dem Wunsch, auch in Zukunft miteinander Projekte zu wagen. Sebastian Eggers verlangte den Akteuren einiges ab – bei den szenischen Bildern, die er zu den Musikstücken „komponierte“, mussten die Sänger oftmals zwischen den Stühle sitzen, diese erklettern, sich rückwärts ihren Weg bahnen – alles singend, versteht sich. „Mein Teil war es, herauszufinden, welche Bewegungen möglich sind, ohne dass der Gesang darunter leidet“, so Eggers.

Gordon Youngs eröffnendes „Alleluja“ wird von beiden Seiten der Kirche gesungen – überhaupt haben es sich Schubach und Eggers zur Aufgabe gemacht, ein Maximum an Klangvolumen aus den gut 30 Sängerstimmen herauszukitzeln – die schöne Akustik der Lindower Kirche trägt dem Rechnung.

Ob Orlando di Lassis „Ich liebe dich“, Rheinbergers „Verlust“, Möhrings „Heraus“ oder Hindemiths „Un cygne“ – die Sänger überzeugten in vielstimmer Klangfülle und teils recht anspruchsvollen Arrangements.

Schmunzeln kam auf bei der koketten Version von Gunther Erdmanns „Ich ging e mol“ – Mädels auf der einen Seite, Jungs auf der anderen sangen sich die beiden Blöcke frech-scherzhaft an. Johann Abraham Schulz’ Lied „Der Mond ist aufgegangen“ wird im kleineren Ensemble gesungen – still, verträumt, wehmütig.

Am Ende gibt es noch eine Zugabe und Blumen von der Schirmherrin für den wunderbaren Abend.

Von Regine Buddeke

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