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Ostprignitz-Ruppin Konzert mit Gastchören
Lokales Ostprignitz-Ruppin Konzert mit Gastchören
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00:17 06.07.2016
Gemeinsam sangen die Chöre zum Schluss das „Heideröslein“. Quelle: FOTO: Felsch
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Neuruppin

Johann Wolfgang Goethes „Heideröslein“ beendete die 11. Chorgala am Sonnabend im Saal der Ruppiner Kliniken. Drei Chöre sangen das populäre Volkslied gemeinsam zum Finale und wurden anschließend mit kräftigem Applaus der Zuhörer belohnt.

Wie in jedem Jahr hat sich der Neuruppiner A-cappella-Chor und Fontanepreisträger 2016, unter Leitung von Hans-Peter Schurz, für seine traditionelle ­Chorgala „Viva la musica“ zwei Gastchöre eingeladen. Der Frauenchor aus Zehlendorf wurde 1952 gegründet und wird seit 2002 von Gustavo La Cruz geleitet. Das Repertoire der 35 Sängerinnen besteht aus deutschen und internationalen Volksliedern. Am Sonnabend erklangen Chorlieder aus dem 18. und 19. Jahrhundert, darunter Schuberts „Ich hört ein Bächlein rauschen“.

Eröffnet wurde der Chorabend von den Gastgebern mit einem Lied, das Hans Leo Hassler 1596 schrieb – „Nun fanget an“. Dynamisch, wie die Neuruppiner Chorliebhaber es gewohnt sind, ließ der Chor die Werke von Gunther Erdmann, Johann Hermann Schein und Volker Wangenheim erklingen. Gesungen wurde von Huhn und Karpfen, dem Kuckuck, den zwei Hasen und der Vogelhochzeit.

Musiziert wurde in drei Blöcken, zwischen denen Annely Fiebelkorn den Abend als Moderatorin begleitete.

Für die Chorliebhaber ein besonderes Erlebnis war der Kammerchor „Cantate Domino“ aus Kaunas (Litauen), dessen Repertoire vorwiegend aus sakralen Chorwerken des 20. Jahrhunderts bestand. Unter Leitung des Chorgründers Rolandas Daugèla bot der Chor sein Repertoire frisch und professionell dar und bescherte den Zuhörern einen musikalischen Hochgenuss. Für seine engagierte Arbeit in der Chormusik hat der Dirigent bereits zahlreiche Würdigungen erhalten. Unter anderem eine Auszeichnung des litauischen Kultusministeriums sowie den Kunst- und Kulturpreis der Stadt Kaunas.

Der Chor imponierte sowohl mit ausgewogenem Gesamtklang und sauberer Intonation, als auch mit beeindruckenden Solostimmen. Die erstklassigen Leckerbissen waren für ein relativ kleines Konzert mit nur 70 Zuhörern eigentlich zu schade. Viele der begeisterten Konzertbesucher hätten diesen Chor gern in der Kulturkirche gehört und hätten sicher auch an diesem Abend gern noch länger dem Gesang gelauscht, wenn da nicht das große Fußballspiel gewesen wäre, das die Konzertbesucher dann doch dazu veranlasste, auf schnellstem Weg den Konzertsaal zu verlassen. Für die Chorsänger stand allerdings noch eine Schiffsrundfahrt auf dem Programm.

Von Cornelia Felsch

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