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Ostprignitz-Ruppin Konzertgäste in Rheinsberg verärgert
Lokales Ostprignitz-Ruppin Konzertgäste in Rheinsberg verärgert
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02:15 23.07.2015
Die Stimmen der Künstler waren auf dem See am Sonnabend nur eingeschränkt zu hören. Quelle: Peter Geisler
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Rheinsberg

Clemens Bober und seine Frau waren am Sonnabend mit einem befreundeten Ehepaar extra aus Berlin angereist, um das Konzert „Singender See“ vom Schiff aus beim Sonnenuntergang vor dem Rheinsberger Schloss zu genießen – und dann das: „Es war alles andere als ein gemütlicher Sommerabend. Es war ein Desaster“, sagt der Rechtsanwalt. Grund: Wummernde Bässe störten den Musikgenuss. Denn das Hafendorf Rheinsberg feierte mit seinen Gästen am benachbarten Rheinsberger See am selben Abend sein Leuchtturmfest. Viele der 230 Gäste, die auf den drei Schiffen der Halbeck-Reederei dem „Singenden See“ lauschen wollten, hatten dadurch Probleme, die am Ufer stehenden Künstler zu verstehen.

Viele sehen die Schuld bei der Stadt

Bober hat dafür kein Verständnis. „Normalerweise sind viele Veranstaltungen in Rheinsberg vom Wettet abhängig, wie beim Heckentheater oder beim Singenden See.“ Darauf könne man sich als Gast aber einstellen – nicht jedoch darauf, dass am selben Abend eine andere Veranstaltung den Musikgenuss dermaßen stört. „Das war schon eine starke Beeinträchtigung“, sagt auch Hans-Jürgen Keitel. Der Rheinsberger hatte wie Bober seine Karten für den „Singenden See“ bereits vor Monaten erworben. Keitel und Bober sehen die Schuld an der „misslungenen“ Aufführung an der fehlenden Koordination der Veranstaltungen durch die Stadt Rheinsberg. „Das scheint mir das Hauptproblem zu sein“, so Bober.

Rheinsbergs Bürgermeister Jan-Pieter Rau (CDU) bedauert zwar, dass der „Singende See“ am Sonnabend derart durch die Musik beim Leuchtturmfest beeinträchtigt wurde. Gleichwohl betont er, dass die Stadt wegen der Kammeroper nicht alle anderen Abendveranstaltungen verbieten könne. „Das funktioniert nicht.“ Die Stadt unterstütze die Kammeroper jetzt schon so weit es gehe, sperre Straßen und schalte Sirenen während Aufführungen im Heckentheater ab. Rau setzt deshalb darauf, dass sich Kammeroper und Hafendorf künftig rechtzeitig über ihre Termine abstimmen. Das machen die zwei Veranstalter eigentlich auch bereits seit Jahren. Warum es diesmal dennoch zu dieser Überschneidung kam, das blieb gestern offen. „Die Kammeroper wusste Bescheid über unseren Termin für das Leuchtturmfest“, versicherte Nadine Hille vom Hafendorf. Zugleich räumte sie ein, dass es diesmal „unglücklich gelaufen“ sei. Deshalb müsste man sich künftig mit der Kammeroper noch besser abstimmen. „Es nützt ja niemanden, wenn die Gäste verärgert sind“, betonte Hille.

Kammeroper will sich besser mit dem Hafendorf abstimmen

Das sieht Ute Schindler, die Sprecherin der Kammeroper, ähnlich. „Wir müssen unsere Termine mit dem Hafendorf längerfristig absprechen.“ Laut Schindler hatte es zwar schon mal ein Überschneiden der Termine von „Singender See“ und Leuchtturmfest gegeben – und da sei gar nichts von der Festmusik auf den Schiffen zu hören gewesen. Am Sonnabend jedoch konnten Rheinsberger sogar an Land das Konzert vom „Singenden See“ verfolgen, während die Besucher auf den Schiffen sich über die wummernden Bässe aus Richtung Hafendorf ärgerten. Clemens Bober überlegt deshalb, ob er im nächsten Jahr noch mal zu so einem Konzert kommt.

Von Andreas Vogel

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