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Kosmisch gestaltete T-Shirts

Ausstellung in Neuruppin Kosmisch gestaltete T-Shirts

Johannes Bunk zeigt in der neuen Ausstellung im Kunstraum Neuruppin handbedruckte T-Shirts und Taschen einer Künstlergruppe der Kunstakademie Stuttgart. Die eigenwillig gestalteten Motive der Studenten gewähren einen Blick auf Kunst im Gegensatz zu Design. Wer möchte, kann die Shirts in der Ausstellung auch kaufen.

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Johannes Bunk vor einigen der im Kunstraum ausgestellten T-Shirts.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Johannes Bunk muss zugeben, dass diese Ausstellung für den Kunstraum Neuruppin eher untypisch ist. Anstatt Gemälden oder Skulpturen hängen an den Wänden der Galerie bunt bedruckte T-Shirts. Entworfen und produziert wurden diese Kleidungsstücke von „Cosmic Cotton“, einer internationalen Künstlergruppe der Kunstakademie in Stuttgart. Es ist die Klasse, die Johannes Bunks Bruder Holger dort seit einiger Zeit leitet. Zuvor lief die Ausstellung schon in Stuttgart, dann 14 Tage in Berlin und soll nach Neuruppin in Amsterdam unterkommen.

„Der Verdacht liegt nahe, dass es sich hierbei fast mehr um Design als um Kunst handelt“, sagt Bunk. Deshalb sei es wichtig zu betonen, dass diese T-Shirts aus freier Kunst entstanden sind. 18 Studenten, darunter auch Gäste aus Namibia und dem Senegal, haben die Motive entworfen und anschließend selbst bedruckt. Bunk bietet die Shirts, Pullover und Taschen in limitierter Auflage zum Kauf an. Die Preise sind angesichts des künstlerischen Aspekts überraschend bodenständig – sie liegen zwischen 25 und 50 Euro. Ausgenommen sind die Einzelstücke von Holger Bunk selbst, die nicht unter 120 Euro über den Tisch gehen.


Entwürfe sollen den Prozess von der Idee bis zum Druck veranschaulichen

Entwürfe sollen den Prozess von der Idee bis zum Druck veranschaulichen.

Quelle: Peter Geisler

Die T-Shirts selbst bestehen laut Cosmic Cotton aus ökologisch angebauter Baumwolle. Im Mittelpunkt soll die künstlerische Arbeit stehen, dazu erklärt jeder Künstler, wie die Idee für sein Motiv entstanden ist und was dahinter steckt. Eva Weingart etwa hat den Spruch „If you fully want to unterstand, you need to get a 360° view“ (Wenn du das Ganze verstehen willst, brauchst du einen 360-Grad-Blick), auf ein T-Shirt gebracht und verlangt vom Betrachter eine ganze Umdrehung, um es lesen zu können. Der Satz ist also erst vollständig, wenn man vorne und hinten liest. „Ein präzises Hinschauen, eine umfassende Perspektive, die sich von der eigenen löst, um zu verstehen“, schreibt die Kunststudentin dazu. Auf anderen Shirts sind abstrakte Formen, grafische Gebilde oder verfremdete Tiere abgebildet – mal ganz schlicht und mal sehr knallig, wie zum Beispiel mit rotem Bild auf rosafarbenden Stoff.

Interessant vor allem für Kinder und Jugendliche

„Die Motive sind mit sehr viel Überlegung entstanden“, sagt Bunk. Vor allem, dass auch Beiträge aus dem Ausland dabei sind, freut den Galeristen, denn das passe gut zum interkulturellen Touch, den er sich für den Kunstraum wünscht. Auch in Berlin hatte er die Ausstellung geführt und konnte feststellen, dass sie mit Kindern und Jugendlichen eine ganz andere Zielgruppe angesprochen hat. „Sowohl in Stuttgart als auch in Berlin hatten die Studenten guten Erfolg mit ihren pfiffigen T-Shirts und Taschen“, so Bunk weiter. Abgesehen von den Klamotten, die Bunk an der Wand oder an die Stange gehängt ausgestellt hat, können sich die Besucher auch Entwürfe der Künstler ansehen. Damit will der Galerist den Prozess von der Idee bis zum Druck veranschaulichen.

Hinweis: Die Ausstellung läuft noch bis zum 24. Dezember und hat keine festen Öffnungszeiten. Der Galerist Johannes Bunk bietet eine „Öffnung nach Wunsch“ an. Orientieren können sich Interessierte dabei am eingeschalteten Licht im Kunstraum. Termine können ansonsten vor Ort oder bei Johannes Bunk unter 03391/6 59 82 25 vereinbart werden oder per Mail an info@kunstraum-neuruppin.de.

Von Luise Fröhlich

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