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Ostprignitz-Ruppin Kosten für Neubau steigen um 18 Prozent
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kosten für Neubau steigen um 18 Prozent
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02:15 17.03.2018
Der dreigeschossige Neubau, der neben der Kreisverwaltung in der Neustädter Straße in Neuruppin entstehen soll, wird deutlich teurer als noch vor einem Jahr gedacht. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Schon vor Beginn der ersten Arbeiten ist klar, dass der dreigeschossige Neubau der Kreisverwaltung in der Neustädter Straße in Neuruppin deutlich teurer wird als geplant. Landrat Ralf Reinhardt (SPD) rechnet jetzt nach Vorlage eines „zuschlagsfähigen Angebots“ mit Gesamtkosten von 7,8 Millionen Euro – das sind 1,2 Millionen Euro als noch vor einem Jahr gedacht.

Nicht der Berliner Flughafen

Ralph Bormann, Chef der bunten Kreistagsfraktion aus Bauern, Freien Wählern und FDP, zeigte sich am Mittwoch nicht wirklich überrascht. „Wir wissen aus der Baubranche, dass die Preise enorm angezogen haben.“ Zugleich betonte Bormann, dass der geplante Neubau trotz des Kostenanstiegs von gut 18 Prozent nicht mit dem Berliner Flughafen zu vergleichen sei. „Wir haben einen Komplettpreis.“ Damit fahre der Landkreis gut. Deshalb könne er, Bormann, das Projekt auch weiterhin vertreten. Der Politiker warnte jedoch vor „Extra-Wünschen“ der Verwaltung. Diese müsse sich zügeln, so Bormann.

CDU-Mann befürchtet weitere Mehrkosten

„Wir werden Debatten haben“, sagte CDU-Chef Sebastian Steineke. Er hat angesichts des Baubooms Zweifel, ob die jetzt ermittelten Kosten „wirklich schon das Ende der Fahnenstange“ sind. Vielmehr hält es Steineke nicht für ausgeschlossen, dass das Projekt noch teurer wird. Der CDU-Mann kritisierte, dass die Verwaltung zunächst von zu niedrigen Kosten ausgegangen sei.

Einstige Poliklinik ist noch nicht verkauft

Gleichwohl hält auch Steineke an dem Neubau fest. Schließlich sollen in diesen die rund 130 Mitarbeiter des Gesundheitsamtes und des Neuruppiner Jobcenters einziehen, die derzeit ihre Büros in der einstigen Poliklinik in der Neustädter Straße haben. Das Haus, das 1961 eröffnet wurde und in dem der Landkreis lediglich Mieter ist, müsste dringend saniert werden. Eigentümer ist eine Tochter der Ruppiner Kliniken. Sie will das sogenannte Ärztehaus für gut drei Millionen Euro verkaufen. Ein erster Anlauf scheiterte jedoch im Sommer (die MAZ berichtete).

Auch SPD-Frau warnt vor „Extra-Wünschen“

Auch die SPD-Fraktionschefin Ina Muhß findet die Kostenexplosion für den geplanten Neubau „nicht sehr schön“. Dennoch ist die jetzige Gesamtsumme für Muhß „gerade noch zu akzeptieren“. Auch deshalb dürfe es keine „Extra-Wünsche“ geben, um das jetzige Limit einhalten zu können. Die SPD-Frau fordert, dass die Arbeiten für das Millionenprojekt nun möglichst zügig beginnen – damit die Mitarbeiter von Gesundheitsamt und Jobcenter auch schnell in neue Büros umziehen können.

Arbeiten sollten eigentlich im Mai beginnen

Nach den bisherigen Planungen sollten die Arbeiten eigentlich im Mai beginnen. Ob dieser Plan zu halten ist, ist unklar. Landrat Reinhardt wird am Donnerstag, 15. März, beim Kreistag über das Projekt informieren. Beginn ist um 16.30 Uhr in der Aula des Oberstufenzentrums in Neuruppin.

Von Andreas Vogel

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