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Kraniche machen Zwischenstopp in Linum

Besuchermagnet Kraniche machen Zwischenstopp in Linum

Rund um Linum befindet sich einer der größten Kranich-Rastplätze Europas. Mehrere Zehntausend der eleganten Vögel legen hier einen Zwischenstopp auf dem Weg in den Süden ein. Jährlich kommen tausende Besucher, um die Kraniche zu beobachten.

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Der abendliche Abflug der Kraniche in Linum inspiriert auch Hobbyfotografen – hier ein Foto von Burghard Schulze aus Wittstock.
 

Quelle: Foto: PRIVAT

Linum.  Das durchdringende trompetenähnliche Rufen der Kraniche gehört für die Luchbewohner rund um Linum zum Ablauf der Jahreszeiten – zweimal im Jahr treffen sich die Kraniche in den Linumer Teichgebieten und sorgen mehrere Wochen für ein unvergleichliches Naturschauspiel. Die Flugrouten von Skandinavien nach Spanien und Frankreich führen über Brandenburg. Hier ruhen sich Kraniche an Sammelplätzen aus. Den westeuropäischen Zugweg nutzen Kraniche aus Mitteleuropa, Skandinavien sowie in den letzten beiden Jahrzehnten zunehmend auch aus den baltischen Staaten, aus Finnland und Weißrussland.

 Mit ein wenig Glück kann man im Frühjahr die Balztänze beobachten. Im Herbst müssen sich die Tiere Kraftreserven für den Flug nach Süden in ihre Winterquartiere anfuttern. Auf den abgeernteten Maisfeldern finden sie ausreichend Futter, bevor sie in der Dämmerung zu ihren Schlafplätzen zurückkehren. Im vergangenen Jahr wurden Tagesrastbestände von knapp 123 000 Kranichen gezählt.

Führungen durchs Kranichland

Die Linumer Storchenschmiede bietet für Besucher verschiedene Führungen an:

 : vom 19. September bis 8. November, jeden Freitag, Sonnabend und Sonntag. Beginn ist jeweils am späten Nachmittag. Es werden verschiedene Strecken von zwei bis vier Kilometer Länge angeboten.

 : Diese Führung ist für Frühaufsteher geeignet, die die Kranichrast individuell erleben möchten. Sie finden im Oktober sonnabends und sonntags um 7.45 Uhr statt.

 : Ab 7.45 Uhr beobachten die Gäste an jedem Sonnabend im Oktober die Kraniche auf den Äsungsflächen und beim Ausflug.

 : Ganztagsführungen finden in Gruppen von maximal acht Teilnehmern an folgenden Montagen statt: 28. September, 5. Oktober, 12. Oktober, 19. Oktober, 26. Oktober und 2. November.

 
  Die Storchenschmiede in der Linumer Straße 54 ist unter  033922/5 05 00 zu erreichen sowie per E-Mail unter storchenschmiede@nabu-berlin.de.

 

Kraniche beobachten können Naturfreunde im Herbst von Ende September bis in den November hinein. Tausende Besucher kommen jährlich nach Linum, um das beeindruckende Schauspiel des Kranich- und Gänsezuges mitzuerleben. In diesem Jahr müssen sie sich allerdings noch einige Tage gedulden, denn die Kraniche lassen sich Zeit. Für die Leiterin der Storchenschmiede die Gelegenheit, noch einmal an die Besucher zu appellieren, sich rücksichtsvoll zu verhalten und die in Linum vorhandenen Parkplätze zu benutzen. „Die Gäste sollen sich einmal vorstellen, sie würden selbst hier wohnen und man würde ihnen die Einfahrt zuparken“, sagt Marion Szindlowski. „Linum ist keine Großstadt, länger als drei bis fünf Minuten muss man vom Parkplatz nicht laufen.“ Um ständige Störungen der empfindlichen Vögel zu vermeiden, bietet die Storchenschmiede Führungen an. Auch von Berlin aus werden Busexkursionen organisiert.

Natürlich kann man die Kraniche auch auf eigene Faust entdecken; doch dann sollte man unbedingt einige Regeln einhalten: Wirtschaftswege zwischen Feldern, auf denen Kraniche stehen, sollten nicht befahren werden. Zu nahe sollte man den Tieren nicht auf den Pelz rücken. Ihre Fluchtdistanz beträgt 300 bis 500 Meter. „Am besten kann man die Tiere aus dem Auto beobachten“, sagt Marion Szindlowski. „Das tolerieren die Kraniche. Allerdings sollte so geparkt werden, dass landwirtschaftliche Fahrzeuge oder die Feuerwehr immer noch vorbeikommen.“

Wer die Zugvögel beobachten möchte, sollte möglichst gedeckte Kleidung tragen, um weniger aufzufallen. „Gelbe oder rote Jacken sind denkbar ungünstig, denn man sagt den Tieren nach, dass sie an jeder Feder ein Auge hätten“, sagt die Chefin der Naturschutzstation. Wer glaubt, sich unbemerkt anschleichen zu können, ist oft im Irrtum. Wer die Tiere entdeckt, ist meist schon längst von ihnen wahrgenommen worden. Marion Szindlowski empfiehlt, die Tiere genau zu beobachten. Solange sie sich dem Futter widmen, ist alles in Ordnung. Strecken sie allerdings den Hals und recken die Köpfe nach oben, dann bedeutet das „Achtung“ und sie fühlen sich gestört. Ihr Warnruf, den sie dann ausstoßen, ist über weite Distanzen zu hören.

Von Cornelia Felsch

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