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Krankenhaus mit Millionen-Plus

Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) Krankenhaus mit Millionen-Plus

Die kreiseigene Pro-Klinik-Holding hat 2016 fast acht Millionen Euro Gewinn erwirtschaftet. Dieses Geld und weitere Millionen fließen in Investitionen. Die Holding ist mit rund 2400 Mitarbeitern größter Arbeitgeber in der Region. Gewinne soll es auch künftig geben, allerdings deutlich geringere.

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Die Ruppiner Kliniken sind die größte Tochterfirma der Pro-Klinik-Holding und gehören wie diese dem Landkreis Ostprignitz-Ruppin.

Quelle: Peter Geisler (Archiv)

Neuruppin. Die Ruppiner Kliniken in Neuruppin machen nach wie vor einen Millionengewinn. Im vergangenen Jahr hat die Pro-Klinik-Holding ein Plus von fast acht Millionen Euro erwirtschaftet. Der größte Teil davon, rund 5,6 Millionen Euro, entfiel auf die Ruppiner Kliniken als größte Tochterfirma. Diese Zahlen nannten die Geschäftsführer des Kliniken-Konzerns Gunnar Pietzner und Matthias Voth am Donnerstag im Kreistag in Neuruppin. „Das ist ein sehr gutes Ergebnis“, befand Pietzner. „Das wäre ohne den großen Einsatz unserer Mitarbeiter gar nicht möglich gewesen.“

Mit rund 2400 Mitarbeitern ist die Holding rund um das Neuruppiner Krankenhaus der mit Abstand größte Arbeitgeber in der Region. Das Unternehmen mit all seinen Tochterfirmen gehört zu 100 Prozent dem Landkreis Ostprignitz-Ruppin. Landrat Ralf Reinhardt zeigt sich sehr zufrieden mit den Zahlen – auch wenn der Kreis als Eigentümer direkt nichts davon hat. „Der Landkreis entnimmt keine Gewinne“, versicherte Reinhardt. Das gesamte Geld bleibt im Unternehmen.

Und dort wird es auch gebraucht, unter anderem für Investitionen. Im kommenden Jahr will die Pro Klinik Holding rund 18 Millionen Euro in neue Technik, Software und in die Gebäude stecken, fast vier Millionen Euro allein in neue Medizintechnik. Das ist eine Herausforderung.

Personalkosten steigen in den kommenden Jahren weiter

„Wir sind darauf angewiesen, dass wir ein positives Ergebnis erwirtschaften“, sagt Pietzner. Eigentlich müsste für Investitionen das Land aufkommen, so die Klinik-Geschäftsführung. Doch von dort erhalte das Neuruppiner Krankenhaus tatsächlich nur einen Zuschuss von rund 3,5 Millionen Euro im Jahr. Das sei viel zu wenig, um alle nötigen Investitionen bezahlen zu können. Ein Problem, das es allerdings bundesweit in fast allen Ländern gibt, räumt Gunnar Pietzner ein.

Ein großes Problem fürs Krankenhaus neben den Investitionen ist nach wie vor das Personal. Gegen den notorischen Ärztemangel soll über kurz oder lang das Studium an der medizinischen Hochschule helfen. Bis von dort die ersten Ärzte ihren Dienst antreten können, werde es aber noch eine Weile dauern.

Parallel ist die Neuruppiner Krankenhausgesellschaft dabei, die Ausbildung von Pflegepersonal deutlich auszubauen. Zuständig dafür ist die Medizinische Bildungsakademie Neuruppin (MBN) in Gildenhall, eine weitere Tochterfirma im Konzern.

Kliniken bilden mehr eigene Pflegekräfte aus, aber nicht genug

„Wir hatten mit unserer Fachschule in der Vergangenheit erhebliche Sorgen“, sagt Matthias Voth. Inzwischen hat die Holding mit allen Tochterfirmen mehr als 200 Auszubildende. Zumindest vorübergehend konnte das Unternehmen die Ausbildung in der MBN um weitere 40 Plätze aufstocken, so Voth. Allerdings warnt der Kliniken-Chef auch vor zu hohen Erwartungen: „Wir können nicht alle unsere Fachkräfte selbst ausbilden.“

Und nur mit der Ausbildung ist es auch nicht getan. Ein wichtiger Punkt für attraktive Jobs ist die Bezahlung. Voth und Pietzner gehen davon aus, dass die Personalkosten in den kommenden Jahren weiter steigen werden. Und das macht sich auch beim Gewinn bemerkbar. Ein Plus von 7,7 Millionen Euro wie 2016 wird künftig nicht mehr zu erreichen sein. Für das Jahr 2017 erwartet die Kliniken-Geschäftsführung aber immer noch einen Überschuss von drei Millionen Euro.

Von Reyk Grunow

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