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Krankenhausspiegel weiterhin wichtiges Thema

Kyritz Krankenhausspiegel weiterhin wichtiges Thema

Die KMG Klinik Kyritz schnitt nur auf den ersten Blick für manchen Laien schlecht ab im neuen Krankenhausspiegel für das Land Brandenburg, daher sollen die Zahlen beim nächsten Mal verständlicher publiziert werden. Einige der vor Wochen vorgestellten Schaubilder wurden im Internet bereits um wichtige Erläuterungen ergänzt.

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Vor dem Kyritzer Krankenhaus weht die Brandenburgflagge. Der für das Bundesland vorliegende neue Klinik-Atlas sorgte in den vergangenen Wochen vielerorts für einigen Wirbel.

Quelle: Matthias Anke

Kyritz. Die Qualitätsergebnisse aus 16 Behandlungsgebieten von insgesamt 36 Brandenburger Kliniken hatte die Landeskrankenhausgesellschaft vor nun schon so einigen Wochen erstmals im Internet präsentiert. Das Portal soll Patienten dabei helfen, sich ein Bild von den Kliniken zu machen. Allerdings weist die Statistik für den KMG-Standort Kyritz an ausgerechnet einer Stelle einen besonders rot leuchtenden Wert aus und lässt einen Trugschluss zu, der erst jetzt richtig ausgeräumt werden konnte.

„In einer besonderen Fallgruppe gab es kommentierungsbedürftige Zahlen, die von verschiedenen Medien im falschen Zusammenhang aufgegriffen wurden“, sagt KMG-Sprecher Franz Christian Meier der MAZ mit Blick auf jetzt korrigierte Berichte überregionaler Zeitungen – und bringt sogar leichtes Verständnis für das Missverständnis auf: „Auch ein Laie muss erkennen können, was die Daten bedeuten. Schließlich ist es ja eine Transparenzoffensive, um Patienten bei der Wahl für ein Krankenhaus zu helfen.“ Doch ohne bestimmtes Hintergrundwissen könnten sich falsche Eindrücke ergeben. Auch andere Kliniken stehen in den Tabellen schlechter da, als sie es tatsächlich sind, etwa Brandenburg/Havel oder Pritzwalk (MAZ berichtete). „Wir befinden uns mit der Krankenhausgesellschaft im Dialog, was verbessert werden kann“, so Meier.

In andere Klinik verlegte Patienten führten zu statistischem Trugschluss

Die zugrundegelegten Behandlungsdaten stammen aus dem Jahr 2015. Im Kyritzer Fall traten damals laut Tabelle in 60 Prozent der Behandlungen Komplikationen bei Patienten auf, die nach einem Oberschenkelhalsbruch ein künstliches Hüftgelenk erhalten haben. Aber: Wer genauer hinsieht, erkennt, dass es gerade mal drei von fünf waren. Zudem befindet sich unter dem entsprechenden Schaubild mittlerweile eine Erläuterung zum Wert: „Das Klinikum Kyritz betreibt eine rege Zusammenarbeit mit geriatrischen Kliniken. Die operierten Fälle werden dann aber dem Krankenhaus Kyritz nicht mehr zugeordnet. Operiert hat das KMG Klinikum Kyritz 19 Oberschenkelhalsfrakturen mit einem künstlichen Gelenk.“

Laut Meier wurden 14 Patienten ohne Probleme in Pritzwalk weiterbehandelt und erst von dort entlassen und daher auch nur dort statistisch erfasst. In der Erklärung steht daher, dass am Ende in Kyritz eben drei kompliziertere Fälle weiterbehandelt wurden, was nun einer Prozentzahl von 15,8 entspricht und eben nicht 60 Prozent. Werden die Werte für Arthrose-Behandlungen (0,6 Prozent Komplikationen) und der Austausch eines bereits künstlichen Gelenks (gar keine Komplikationen) hinzugerechnet, bekamen 2015 in Kyritz ganze 179 Patienten ein künstliches Hüftgelenk, und in 2,2 Prozent aller Fälle traten Komplikationen auf.

Dieses wissend, belegen die Zahlen laut Meier „eine hohe Qualität in den Bereichen Hüftgelenkersatz und Kniegelenkersatz am KMG Klinikum Kyritz und am KMG Klinikum Pritzwalk“. Nicht ohne Grund seien beide Häuser seinerzeit jeweils als sogenannte Endoprothetikzentren zertifiziert worden. Stefan Eschmann, Vorstandsvorsitzender der KMG Kliniken, sieht angesichts der 2,2 Prozent für Kyritz sogar „ein hervorragendes Ergebnis“ beim Hüftgelenkersatz.

Alle Zahlen unter www.krankenhausspiegel-brandenburg.de.

Von Matthias Anke

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