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Ostprignitz-Ruppin Kreativität und Spaß beim Jugendkunstsommer
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kreativität und Spaß beim Jugendkunstsommer
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17:13 25.08.2017
Viel Spaß beim Freestyle-Dance haben zehn Jugendliche bei ihrer Gruppenpräsentation. Dabei gilt: „Love, Peace, Union and having Fun.“ Quelle: Christina Koormann
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Flecken Zechlin

„Humanity is my religion – Menschlichkeit ist meine Religion“, hat der 17-jährige Aziz aufgeschrieben. „Seine Worte passen sehr gut zu unserem Motto“, sagte Uwe Flock vom Jugendbüro Lindow. Der diesjährige Jugendkunstsommer der Jugendbildungsstätte in Flecken Zechlin zum Thema „Human – Mensch“ ist am Freitag zu Ende gegangen. Bei der Abschlusspräsentation ihrer Projekte am Donnerstagabend zeigten die Jugendlichen mit viel Energie und Begeisterung, wie vielseitig „der Mensch“ auf künstlerische Weise interpretiert werden kann.

Eine knappe Woche lang hatten sich 70 junge Leute aus Tschechien, Polen, Afghanistan, Syrien, Eritrea, Somalia und Deutschland mit dem Thema auseinandergesetzt und es kreativ in acht Workshops umgesetzt. Menschliche Emotionen drückten die Teilnehmer des Tanz-Workshops in einer selbst erarbeiteten Choreographie aus, „Peace, Love, Union and having Fun“ waren die Eckpfeiler für die Aufführung der Freestyle-Tanzgruppe. Piotr Bulmann, vor einem Jahr selbst Teilnehmer des Jugendkunstsommers, leitete den Workshop, der zum ersten Mal stattfand.

Gemischte Gruppen mit Jugendlichen verschiedener Nationalitäten

„Neben den traditionellen Kursen möchten wir auch immer wieder etwas Neues anbieten und neue Impulse setzen“, sagte Uwe Flock. Die 18 Jhre alte Carla Anderer aus Jüterbog, die bei dem Freestyle-Kurs mitgemacht hatte, sagte: „Es hat riesigen Spaß gemacht, und auch die anderen Workshops klangen total interessant.“

Zu Beginn der Woche konnten die Jugendlichen drei Wünsche angeben, an welchen Kursen sie am liebsten teilnehmen wollen. „Wir möchten, dass die Gruppen möglichst gemischt sind“, sagte Michael Rocher, Bildungsreferent für internationale Projekte der Jugendbildungsstätte. „Es wäre schade, wenn in einem Kurs nur Leute aus einem Land wären.“ Die Kommunikation auf Englisch und Deutsch habe gut funktioniert. „Es war eine Superwoche, wir hatten viel Spaß, und man merkt, dass die Gruppe zum Ende hin immer stärker zusammenwächst – je länger die Jugendlichen hier sind, desto intensiver wird es“, sagte Michael Rocher.

Das seltsame Wesen Mensch aus anderen Perspektiven betrachten

Im Kurs der Theaterpädagogin Nicole Kleine spielten die Jugendlichen in ihrem Theaterstück mit Klischees und Vorurteilen, betrachteten das seltsame Lebewesen Mensch aus tierischer Perspektive und zeigten humorvoll, welche Dinge im Leben wirklich wichtig sind. Die Zuschauer nahmen dabei Platz auf schönen, stabilen Holzbänken, die der Workshop Möbeldesign unter Anleitung von Frank Müggelin gebaut hatte. Die Sozialarbeiterin Uta Lauterbach, die den Skulpturenkurs betreute, sagte: „Alle Teilnehmer haben sehr selbstständig gearbeitet, ich hatte fast nichts zu tun.“ Auch die Ergebnisse des Grafitti-Kurses von Frank Raschke stießen auf Begeisterung.

„Uns ist etwas sehr Menschliches passiert“, gestand Isabelle aus Rolf Kleines Filmkurs. „Zeitweise hatten wir die Hoffnung verloren, dass wir es schaffen, einen guten Film zu machen. Aber durch Rolfs Motivation hat es doch geklappt und wir sind stolz auf das Ergebnis.“

Zum Abschluss des Rundgangs zeigte der Musikworkshop von Alexander Weisheit sein Können – dann wurde gefeiert. „Hier hat es mir sehr gut gefallen“, sagte der 17-jährige Million aus Eritrea, der seit einem Jahr in Fürstenberg/Havel lebt. „Nächstes Jahr möchte ich gern wiederkommen.“

Von Christina Koormann

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