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Kreis Ostprignitz-Ruppin senkt Müllgebühren

Mehr Biotonnen erwünscht Kreis Ostprignitz-Ruppin senkt Müllgebühren

Die Verbraucher in Ostprignitz-Ruppin sollen ermuntert werden, sich noch mehr Biotonnen zuzulegen. Deshalb senkt der Kreis die Gebühren für die Abfuhr der Biotonnen. Auch die Gebühren für die Restmüllabfuhr sollen sinken. So wird die Entsorgung einer 120-Liter-Restmülltonne bei vier Leerungen im Jahr 8 Euro weniger kosten als bisher.

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Ab Januar sollen die Gebühren zum Leeren der Mülltonnen im Landkreis sinken.

Quelle: Peter Geisler,

Neuruppin. Die Verbraucher in Ostprignitz-Ruppin dürfen aufatmen: Der Landkreis will die Müllgebühren senken. Demnach müssen Haushalte, die eine 120-Liter-Tonne viermal im Jahr leeren lassen, dann nur noch 108 Euro berappen, das sind acht Euro weniger als derzeit. Die Ersparnis bei der 60-Liter-Tonne, die viermal im Jahr geleert wird, beträgt 4 Euro, die bei einer 240-Liter-Tonne sogar 16 Euro.

Um mehr Haushalte zu animieren, sich eine Biotonne zuzulegen, soll ab Januar ebenfalls die Leerungsgebühr für die Biotonne gesenkt werden, und zwar von 4,58 Euro je Leerung auf 3,14 Euro. Der Grund: Ab dem Jahr 2020 soll jeder Einwohner in Brandenburg rein rechnerisch 30 Kilo Bioabfall entsorgen. Von diesem Ziel ist der Landkreis noch weit entfernt. „Wir liegen derzeit bei 8,5 Kilo je Einwohner und Jahr“, sagte am Dienstag Myga Chrzanowski. Die Sachgebietsleiterin Abfallwirtschaft in der Kreisverwaltung in Neuruppin hatte die Daten auch am Montagabend dem Wirtschaftsausschuss des Kreistages präsentiert. Das Gremium begrüßte es einhellig, dass die Gebühren gesenkt werden.

Ostprignitz-Ruppin hat noch zu wenig Bioabfall

Unklar ist, ob Ostprignitz-Ruppin die Vorgabe des Landes zum Bioabfall bis zum Jahr 2020 allein mit dem erneuten Senken der Leerungsgebühr erfüllen wird. Denn zuletzt war das Interesse an der Tonne mit dem braunen Filterdeckel spürbar gesunken. Während zwischen dem 1. Januar und dem 1. September 2016 noch gut 1200 Haushalte eine Biotonne bestellt hatten, um darin verfaultes Obst, Speisereste sowie Rasen- und Heckenschnitt und andere Gartenabfälle zu entsorgen, erhöhte sich seitdem die Zahl der Behälter lediglich um 185 Tonnen auf aktuell 2965. Dabei bietet der Landkreis auf vielfachen Wunsch seit Sommer auch wieder 60-Liter-Behältnisse für den Bioabfall an. Auch für diese wird sich die Leerungsgebühr ab Januar verringern – von 2,29 Euro auf 1,57 Euro.

Möglich ist das, weil die tatsächlichen Kosten fürs Aufstellen und Entleeren der Biotonnen durch die Einnahmen beim Restabfall quersubventioniert werden. Der Kreis setzt deshalb darauf, dass sich wieder mehr Haushalte für die Biotonne interessieren. Zum einen, weil sie ohnehin über ihre Restabfalltonne einen Teil der Kosten übernehmen, zum anderen, weil sie mit dem Bioabfall in der braunen Tonne zugleich das Volumen in ihrem grauen Restabfallbehälter reduzieren.

Grünabfall gibt es mehr als reichlich

Bei einer zweiten Landesvorgabe hat Ostprignitz-Ruppin das Soll bereits überschritten. Demnach sollen je Einwohner und Jahr 40 Kilo an Grünabfällen entsorgt werden. „Wir sind derzeit schon bei 56 Kilo je Einwohner und Jahr“, sagte die Sachgebietsleiterin. Zu der Berechnung gehört auch die jährliche Abfuhr der Tannenbäume.

Besitzer von Grundstücken, die nicht vom Müllauto erreicht werden können, sollen ab Januar erstmals ihren Abfall auch per Restmüllsack entsorgen können. Das betrifft aber nicht mal ein Dutzend Fälle im Landkreis, sagte Chrzanowski. Bisher sind die Säcke nur zulässig, wenn die Tonne wegen Abfälle nach einer Feier zu klein wurde.

Von Andreas Vogel und Peter Lenz

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