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Ostprignitz-Ruppin Kreis bleibt Mitglied in der Wasserinitiative
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kreis bleibt Mitglied in der Wasserinitiative
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18:10 15.03.2014
Das Wasser lockt viele Touristen ins Ruppiner Land. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Knapper ging es kaum. Nach hitziger Debatte hat der Kreistag am Donnerstagabend den Austritt des Kreises aus der Wasserinitiative Nordbrandenburg (Win) abgelehnt. 16 Politiker stimmten für den von Landrat Ralf Reinhardt (parteilos) eingebrachten Antrag, 18 waren dagegen.

"Ich finde es sehr bedauerlich, dass dieser Punkt überhaupt auf die Tagesordnung gekommen ist", sagte Wolfgang Schwericke. Für den SPD-Mann aus Lindow wäre der Ausstieg aus der Win ein "fatales Signal". "Ostprignitz-Ruppin ist doch die Wassersportregion schlechthin." Deshalb sollte der Kreis unbedingt in der Win bleiben und die Mitgliedschaft "nicht in die zweite Liga delegieren".

Auch Neuruppin erwägt Austritt

  • 10.000 Euro zahlt der Landkreis seit 2004 jährlich als Mitglied der Wasserinitiative Nordbrandenburg (Win). Neuruppin muss jährlich 5000 Euro berappen. Trotz der bisher 150.000 Euro aus Ostprignitz-Ruppin hat die Win bisher keine Wassertourismusprojekte im Landkreis initiiert.
  • Neuruppin hatte deshalb wie der Kreis an einen Austritt aus der Win nachgedacht. Die Stadt wollte sich ebenfalls über die Regionalentwicklungsgesellschaft (Reg) in der Win vertreten lassen. Ob Neuruppin nun auch in der Win bleibt, das ist offen.
  • Gegründet wurde die Win 2004 in Neuruppin. Mitglieder sind die Kreise Ostprignitz-Ruppin, Oberhavel und Barnim sowie Neuruppin, Oranienburg, Liebenwalde, Eberswalde, Templin und die Gemeinde Wandlitz. Die Geschäftsstelle der Win befindet sich in Hennigsdorf (Oberhavel).

Nüse verwies darauf, dass der Kreis seit zehn Jahren Mitglied bei der Win ist und jedes Jahr 10000Beitrag gezahlt hat, ohne dass die Win etwas für den Wassertourismus in Ostprignitz-Ruppin getan habe. "Nachhaltiger Wassertourismus ist kein Thema für die Win", so Nüse. "Die Touristen wollen Ruhe und Entspannung bei uns. Dicke Boote können nicht unser Ziel sein", betonte auch Bernd Ewert (Linke). Er warnte vor einem "aufblühenden Motortourismus", den die Win anstrebe. Vielmehr sollte der Kreis weiter auf die vielen Segler, Paddler und Ruderer setzen. Das sah der Rheinsberger SPD-Mann Sven Alisch ganz anders. "Wenn heute die Win mit unserem Austritt aufgeweicht wird, dann zerbröckelt ein großes Stück Wirtschaftsförderung."

Von Andreas Vogel

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