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Ostprignitz-Ruppin Kreis bleibt Schwerpunkt rechtsextremer Gewalt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kreis bleibt Schwerpunkt rechtsextremer Gewalt
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09:00 16.03.2018
In den meisten Fällen handelte es sich um Körperverletzungen. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Der Kreis Ostprignitz-Ruppin bleibt ein Schwerpunkt rechtsextremer Gewalt in Brandenburg. Das geht aus der Jahresbilanz für 2017 hervor, die am Dienstag der Verein Opferper­spektive in Potsdam vorstellte. Demnach ist zwar die Zahl der rechtsextremen Gewaltdelikte in Ostprignitz-Ruppin von 21 im Jahr 2016 um fünf auf 16 gesunken, gleichwohl wollte Hannes Püschel von der Opferperspektive am Dienstag nicht von einer Entspannung der Lage sprechen.

Eine aktive Zivilgesellschaft in Neuruppin

Es seien weiterhin rechte und gewalttätige Strukturen in der Region vorhanden, die sich zudem mit denen in der Prignitz und denen im Havelland vernetzen, so Püschel. Zwar gebe es in Neuruppin eine „aktive Zivilgesellschaft und eine alternative Jugendkultur“, dennoch hat die Opferperspektive im vergangenen Jahr allein sieben rechtsextreme Übergriffe in der Fontane­stadt registriert. Hinzu kamen vier Gewalttaten in Lindow, drei in Rheinsberg sowie je einer in Heiligengrabe und Wittstock.

Zwei Übergriffe nicht bei der Polizei angezeigt

Allerdings seien zwei Übergriffe nicht bei der Polizei angezeigt worden, so Püschel, vermutlich, weil die Opfer Angst hätten, weiterhin bedroht zu werden.

Toralf Reinhardt, der Sprecher der Polizeidirektion Nord in Neuruppin, wollte am Dienstag nichts zu den Zahlen sagen – weil die Polizei ihre eigenen Daten zur sogenannten politisch motivierten Kriminalität erst in Kürze vorstellen wird. Die Zahlen der Opferperspektive würden geprüft, sagte Reinhardt lediglich.

Die meisten Taten passierten auf der Straße

Demnach kam es 2017 im Landkreis zu sechs gefährlichen und acht als einfach eingestuften Körperverletzungen. Das Gros der Taten (8) wurde laut Opferperspektive im öffentlichen Raum begangen, nur zwei in Gaststätten oder Diskotheken. In sieben der Fälle soll es mehr als zwei Täter geben, in fünf Fällen sollen Einzeltäter die Taten begangen haben.

Auch sechs Kinder und fünf Frauen betroffen

Von den Übergriffen waren demnach sechs Kinder, fünf Frauen und 32 Männer direkt betroffen.

Während die Zahl der von der Opferperspektive registrierten rechtsextremen Übergriffe in Ostprignitz-Ruppin gesunken ist, hat sie in den Nachbarkreisen zugenommen. In Oberhavel stieg sie von elf auf zwölf Delikte, in der Prignitz von fünf auf acht. Die größte Zunahme gab es im Barnim – von fünf auf elf.

Von Andreas Vogel

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