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Kreis kauft neues Blitzerauto für 160 000 Euro

Ostprignitz-Ruppin Kreis kauft neues Blitzerauto für 160 000 Euro

Erstmals hat Ostprignitz-Ruppin mehr als eine Million Euro durch Geldstrafen eingenommen, die ertappte Temposünder zu zahlen hatten. 2015 lagen die auf diese Weise erzielten Einnahmen noch bei 765 000 Euro. In diesem Jahr will sich der Kreis ein neues Blitzerauto für 160 000 Euro zulegen. Grund: Das bisherige ist 15 Jahre und muss oft zur Reparatur.

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Quelle: MAZ-Archiv

Neuruppin. Das ist teuer: Mit 121 Stundenkilometern ist ein Raser in der Bechliner Chaussee in Neuruppin geblitzt worden. Im Ort. Nach Abzug der Messtoleranz muss der Raser eine Strafe von 480 Euro zahlen. Dazu gibt es zwei Punkte und drei Monate Fahrverbot.

Mehr Blitzer, mehr Bußgeldverfahren

Der Fall, der sich im November zutrug, ist der extremste, den die Kreisverwaltung im vergangenen Jahr mit einem ihrer Geschwindigkeitsmesskontrollgeräte, so heißen die Blitzer im Amtsdeutsch, gemacht hat. Der November-Blitzer hat mit dafür gesorgt, dass der Landkreis im vergangenen Jahr erstmals mehr als eine Million Euro durch die verhängten Geldstrafen für Temposünder eingenommen hat. 2015 lagen die Einnahmen bei rund 765 000 Euro. Doch damals hat der Kreis mit seinen Blitzern auch deutlich weniger Temposünder ertappt: 2015 wurden knapp 41 000 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt – im vergangenen Jahr indes fast 75 000. So verwundert es wenig, dass ebenfalls die Zahl der Bußgeldverfahren stieg, und zwar von 3329 im Jahr 2015 auf 4213 im vergangenen Jahr.

Neue Messsäule auf der B 5 und auf der B 189

Der deutliche Anstieg bei den ertappten Rasern ist laut Kreissprecherin Britta Avantario vor allem auf die zwei neuen Messsäulen des Kreises zurückzuführen, die auf der  B 5 in Metzelthin und am Ortseingang von Heiligengrabe auf der B 189 installiert wurden. Denn diese blitzen in beide Fahrtrichtungen und schicken die Bilder sofort per Funk zur Auswertung ins Amt. Wie oft das im vergangenen Jahr der Fall war, das wollte die Verwaltung zwar nicht verraten. Gleichwohl scheint sich die Investition gelohnt zu haben – zum einen, um für mehr Sicherheit auf den Straßen zu sorgen und Raser abzuschrecken, zum anderen profitiert dadurch der Geldbeutel des Kreises. Allerdings hatte sich die Verwaltung das Anschaffen der neuen Technik auch einiges kosten lassen: Für die Anlagen in Metzel­thin und Heiligengrabe wurden zusammen 166 000 Euro bezahlt.

28 000 Euro für Blitzer in Lindow geplant

Auch in diesem Jahr will der Landkreis kräftig in neue Messtechnik zum Überwachen des Straßenverkehrs in Ostprignitz-Ruppin investieren. So soll der mobile Blitzer ersetzt werden. Grund: Das Auto mit seiner Technik ist 15 Jahre alt und musste in den vergangenen Wochen und Monaten schon öfter zur Reparatur. Für den neuen mobilen Blitzer sind im Haushalt 160 000 Euro eingeplant. Weitere 28 000 Euro hat der Kreis dafür vorgesehen, um den sogenannten Starenkasten am Ortseingang von Lindow aus Richtung Schönberg wieder zu aktivieren.

Lindows Bürgermeisterin Heidrun Otto (CDU) hält davon nicht viel. „Wir wüssten das Geld auch anders auszugeben“, sagte Otto am Montag. Denn der Starenkasten, der bereits seit Jahren am Lindower Ortseingang ohne Kamera steht, funktioniere auch „als ­Attrappe“ gut. „Alle Durchfahrenden, die nicht aus Lindow kommen, gehen sofort auf die Bremse“, so Otto. Zudem müssen Autofahrer bei der Ortseinfahrt nach Lindow ohnehin ihre Geschwindigkeit verringern, weil in Höhe des Bahnhofes eine sogenannte Banane als Querungshilfe für Fußgänger gebaut wurde.

Von Andreas Vogel

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