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Ostprignitz-Ruppin Kreis untersagt Partys im Neuruppiner Hangar
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kreis untersagt Partys im Neuruppiner Hangar
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18:46 21.06.2015
Frank Hartmann glaubt, dass die Stadt Neuruppin keine weiteren Veranstaltungsmöglichkeiten dulden möchte. Quelle: Andreas Vogel
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Neuruppin

Neuruppin hat Lärmschutz-Bedenken

Aber drei Tage nach der Lesung staunte der gebürtige Berliner das erste Mal: Die Kreisverwaltung schickte ihm eine Anhörung wegen einer angeblich illegalen Veranstaltung. Seitdem versteht Hartmann die Welt nicht mehr. "Ich hatte im Januar eine Baugenehmigung für fünf Jahre als Veranstaltungsraum beantragt." Zudem habe er alle Auflagen erfüllt: Der Hangar ist ans Wasser- und Abwassernetz angeschlossen, Toiletten für die Besucher stehen bereit. Hartmann schaltete einen Anwalt ein. Dennoch ist der Handwerker bisher kaum einen Schritt weiter. "Es gab Ausnahmegenehmigungen für Einzelveranstaltungen mit Auflagen", sagt Britta Avantario, die Sprecherin des Landkreises. Weitere "derartige Ausnahmegenehmigungen" werde es aber nicht geben. Als Grund dafür verweist der Kreis auf das fehlende Einvernehmen mit der Stadt Neuruppin. Diese müsste demnach zustimmen, dass sich im Hangar ein weitgehend unbegrenzter Veranstaltungsbetrieb etabliert. Es gebe jedoch "Befürchtungen", dass die Lärmgrenzwerte im sogenannten Musikerviertel überschritten werden, so Avantario. Gleichzeitig räumte sie jedoch ein, dass es bei den bisherigen Veranstaltungen keinerlei Beschwerden wegen zu lauter Musik gegeben habe.

Besitzer glaubt an Willkür und Schikane

"Veranstaltungen im Hangar werden vorsorglich wegen Lärms untersagt, aber Open-Air-Konzerte auf dem Gelände sind erlaubt. Das verstehe ich nicht", sagt Frank Hartmann. Für ihn ist das Vorgehen des Kreises "Willkür und Schikane". Hartmann vermutet, dass ein weiterer Veranstaltungsort in Neuruppin neben dem Stadtgarten, der Pfarrkirche und der Diskothek 019 einfach unerwünscht ist und der Hangar 312 als Konkurrenz einfach nicht zugelassen werden soll. Schließlich droht der Kreis mit einem Zwangsgeld von 4000 Euro, wenn er trotz Verbots eine Veranstaltung im Hangar abhält.

"Ich hatte so auf das Verständnis des Kreises und der Stadt gehofft. Stattdessen werden mir nur Steine in den Weg gelegt", sagt Hartmann. Er hat sich gestern nochmals mit einem Schreiben direkt an Vize-Landrat Werner Nüse (SPD) gewandt und darum gebeten, dass wenigstens die Zehntklässler aus Fehrbellin am 11. Juli ihren letzten Schultag samt Zeugnisübergabe am und im Hangar begehen können.

Von Andreas Vogel

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