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Kreisel-Streit: CDU will auf Überwege verzichten

Neuruppin Kreisel-Streit: CDU will auf Überwege verzichten

Damit es trotz des umstrittenen kleineren Kreisels, der an der Neustädter Straße entsteht, nicht zu mehr Staus kommt, könnte man auf Überwege an der Verkehrsanlage verzichten. Das schlägt die CDU jetzt vor. Die Kreisverwaltung in Neuruppin hält allerdings nichts davon. Sie verweist auf einen anderen Aspekt.

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Derzeit gibt es keinen Fußgängerüberweg am Neuruppiner Kreisel an der Einmündung in die Heinrich-Rau-Straße.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Im Streit über den umstrittenen Abriss des 70 Meter großen Kreisverkehrs an der Neustädter Straße, der auf Wunsch des Landesstraßenbetriebes durch einen 40 Meter großen Kreisel ersetzt werden soll, wartet die CDU mit einem neuen Vorstoß auf: Sie schlägt vor, dass der Landkreis auf neue Fußgängerüberwege an der dann kleineren Verkehrsanlage verzichtet. Auf diese Weise könnte die von einem Gutachten vorhergesagte erhöhte Staugefahr durch den kleineren Kreisel zumindest gemindert werden.

„Fußgänger und Radfahrer nutzen doch auch heute schon günstigere Überwege zwischen Innenstadt und Einkaufszentrum als die Überwege am 70 Meter großen Kreisverkehr“, sagte am Montag der Vorsitzende der Kreis-CDU Jan Redmann. Der Landtagsabgeordnete bezeichnete es als „problematisch“, wenn die Kreisverwaltung das nicht bei ihrer Stellungnahme an das Land für die Überwege berücksichtigen würde.

Amtsleiter: Die Wartezeiten liegen nur bei fünf Sekunden

Doch der Landkreis sieht gar keine Möglichkeit, auf einen oder gar mehrere Überwege am Kreisverkehr zu verzichten. „Wir sind nicht Bauherr, und wir haben auch nicht geplant“, sagte Amtsleiter Mathias Wittmoser. Zudem verwies er darauf, dass die Verkehrsregeln an den Kreisverkehren in Neuruppin einheitlich sein sollten. Nur, wenn die Autofahrer wüssten, dass sie an jedem Kreisverkehr anhalten müssten, wenn sich jemand nähert, führe das zu mehr Sicherheit für die Fußgänger und Radfahrer. Wittmoser glaubt auch nicht, dass die Überwege für noch mehr Stau sorgen werden. „Im Schnitt liegen die Wartezeiten nur bei fünf Sekunden“, sagte der Amtsleiter. Stauerscheinungen gebe es am Kreisverkehr in der Neustädter Straße zudem meist nur am Nachmittag zwischen 16 und 17 Uhr. Das habe aber weniger mit den Überwegen zu tun als vielmehr mit den vielen Fahrzeugen, die zu dieser Zeit auf der Straße unterwegs seien.

Das sieht die CDU anders. Sie befürchtet mit Verweis auf das Gutachten erheblich mehr Stau, wenn der kleinere Kreisel und die geplanten Überwege gebaut werden. Dieser Nachteil ließe sich noch „durch eine kluge Änderung der Planung verhindern“, so Redmann. Aber das müsse man auch wollen.

Von Andreas Vogel

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