Volltextsuche über das Angebot:

14 ° / 7 ° Regen

Navigation:
Kreissynode kippt neues Finanzmodell

Geld für Reparaturen an den Pfarrhäusern landet nicht in einem großen Topf Kreissynode kippt neues Finanzmodell

Die Gemeinden im Kirchenkreis Wittstock-Ruppin erhalten auch im nächsten Jahr je Pfarrdienstwohnung 6.000 Euro für Reparaturen und Sanierungsarbeiten. Dafür hat sich am Sonnabend eine große Mehrheit bei der Synode des Kirchenkreises Wittstock-Ruppin ausgesprochen. Damit wurde ein anderer Vorschlag abgelehnt.

Voriger Artikel
95 Prozent für Jan Redmann
Nächster Artikel
Bäume für Generationen

An einer Alternative zum neuen Finanzmodell feielte auch Pfarrer Lothar Wittkopf (M.) mit.

Quelle: Andreas Vogel

Neuruppin. Damit wurde der Vorschlag der Kirchenführung gekippt, dass die insgesamt 66.000 Euro für die elf Pfarrhäuser ab sofort in einem großen Topf landen. Auf diese Weise wollte die Kirchenführung mitbestimmen, wann an welcher Pfarrwohnung etwas gebaut wird. "Das ist besser als das Gießkannenprinzip", warb Christian Gilde, der als Präses die Synode leitete, für den Vorstoß. "Jeder Pfarrer hat ein Recht auf eine vernünftige Wohnung", betonte auch Superintendent Matthias Puppe. Sonst falle es noch schwerer, Pfarrer für die Region zu finden. Denn die meisten zieht es in Großstädte oder zumindest in deren Nähe. So hat der Kirchenkreis die Wittstocker Pfarrstelle ausgeschrieben, weil Pastorin Christina Stemmann nach ihrer Hochzeit nun in die Nähe von Ratzeburg wechselt. Denn ihr Mann lebt in Hamburg. Doch auf die Wittstocker Stelle hat sich niemand beworben, sagte Superintendent Puppe.

Ann-Katrin Hamsch blieb dennoch skeptisch. "Ich sehe den Vorschlag als Verschlechterung", sagte die Pfarrerin der Gesamtkirchengemeinde Temnitz. Offen sei, wie das Geld verteilt wird und ob dann jede Kirchengemeinde bei jeder kleinen Reparatur erst einen Antrag stellen muss. Damit käme es zu unnötigen zeitlichen Verzögerungen. Zudem bestehe die Gefahr, dass sich die Kirchgemeinden dann nicht mehr dafür verantwortlich fühlen würden, dass die Dienstwohnung gut in Schuss ist, sagte Rose Möllhoff-Mylius. Denn mit dem Geld würde auch die Verantwortung abgegeben. Die Kreissynode lehnte daraufhin das neue Finanzmodell ab.

Die meisten Kirchengemeinden haben bisher das Gros der jährlich 6.000 Euro zurückgelegt. Sie wollen dann genug Geld haben, wenn größere Arbeiten am Pfarrhaus anstehen, also das Dach oder die Fassade gemacht werden müssen.

Obwohl die Zahl der Kirchgänger abnimmt, verzeichnet der Kirchenkreis Wittstock-Ruppin ein Plus bei der Kirchensteuer von 142.000 Euro im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings gibt es wegen einer Änderung der Finanzordnung weniger Geld über den Finanzausgleich zwischen den Kirchenkreisen. Bisher erhielt man 30.000 Euro im Jahr, ab 2014 sind es nur noch 2.900 Euro, sagte die Neuruppiner Pfarrerin Ilona Kretzschmar.

Offen blieb bei der Synode, ob die Gesamtkirchengemeinde Temnitz Ersatz für Pfarrer Patrick Schnabel erhält. Dessen Amtszeit endet im Dezember. Der Antrag der Gemeinde wurde an den Kreiskirchenrat überwiesen.

Von Andreas Vogel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostprignitz-Ruppin
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg