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Votum für die Medizin-Hochschule

Kreistag plädiert einstimmig für Studienprojekt in Neuruppin Votum für die Medizin-Hochschule

Deutlicher geht es nicht: Einstimmig hat sich am Donnerstag der Kreistag in Neuruppin für das Einrichten einer medizinischen Hochschule an den Standorten Neuruppin und in der Stadt Brandenburg ausgesprochen. Die ersten Studenten könnten schon im Herbst in der Fontanestadt mit der Ausbildung beginnen.

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Geht es nach den Kreistagsabgeordneten, bekommt Neuruppin bald eine medizinische Hochschule.

Quelle: dpa

Neuruppin. Die Hochschule soll sich durch Studien- und Bewerbergebühren, durch Geld von Stiftungen, spezielle Förderprogramme und einen Zuschuss der vier Gesellschafter finanzieren. Eine Förderung durch das Land ist nicht vorgesehen.

Da die Stadtverordneten von Brandenburg dem ehrgeizigen Plan bereits am Mittwochabend mit großer Mehrheit zugestimmt haben, ist nun Wissenschaftsministerin Sabine Kunst (parteilos) am Zuge. Sie muss entscheiden, ob das Land dem Projekt seinen Segen gibt.

Neuruppins Klinikchef Matthias Voth erwartet eine Entscheidung erst Mitte Juni. Denn die Ministerin hat für den 4. Juni noch zu einer Expertenanhörung geladen. Davon hängt ab, ob und wann die Hochschule starten kann. Geplant sind zwei Studiengänge: klinische Psychologie und Medizin. Fällt die Entscheidung im Juni, könnten vielleicht noch zum Herbstsemester die ersten 45 Psychologiestudenten in der Fontanestadt mit ihrer Ausbildung beginnen. Im Frühjahr 2015 würde die Ausbildung von Medizinstudenten folgen. Die Zahl der Studenten soll bis zum Wintersemester 2019 auf dann 500 steigen. "Das ist die Jugend, das ist die Zukunft. Das wird die Stadt und die Region dramatisch verändern", betonte Voth.

Der Geschäftsführer widersprach zudem Befürchtungen, dass an der Hochschule nur eine sogenannte "Barfußausbildung" angeboten würde. "Wir werden keine Abstriche an der Qualität machen." Immerhin müssen die Studenten tief in die Tasche greifen. Die Studiengebühren für Psychologie liegen bei gut 4100 Euro je Semester und Student, bei der Medizin gar bei 11.500 Euro je Student und Semester.

Gesellschafter der Hochschule werden die Krankenhäuser in Neuruppin und Brandenburg sowie die Neuruppiner Stadtwerke und die Sparkasse Ostprignitz-Ruppin. Die Bank will für die Studenten günstige Darlehen zur Finanzierung ihres Studiums anbieten.

Von Andreas Vogel

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Land entscheidet erst im Juli über medizinische Hochschule

Es ist weiter offen, ob die geplante medizinische Hochschule an den Standorten Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) und in der Stadt Brandenburg im Herbst starten kann. Denn das Wissenschaftsministerium in Potsdam braucht länger, um die Expertenanhörung von Anfang Juni auszuwerten.

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