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Ostprignitz-Ruppin Kriegerdenkmal wird restauriert
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kriegerdenkmal wird restauriert
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00:46 12.03.2018
Wolfgang Ramin und Doreen Kaspereit kommen mit Paula Kropius (v.l.) am Kriegerdenkmal in Randow ins Gespräch. Quelle: Christamaria Ruch
Randow

Das Gedenken an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges spielt in Randow eine zentrale Rolle. Denn das Mahnmal befindet sich mitten auf dem Brink. Die Anwohner blicken jeden Tag auf diesen schlichten und quadratischen Granitstein.

Nun holt die Steinrestauratorin Paula Kropius aus Königsberg die Namen der im Krieg Gefallenen wieder aus der Vergessenheit. Für den Laien eine fast unmögliche Aufgabe. Denn wer vor diesem 1,4 Meter hohen und breiten Stein steht, kann mit bloßem Auge nur erahnen, dass dort Namen verewigt sind. „Ich habe im Archiv in der Alten Bischofsburg in Wittstock und im Kreisarchiv gesucht und einiges gefunden“, sagt Paula Kropius am Freitag. Schon holt sie die Namensliste hervor. August Wille starb am 1. Juni 1915 in einem Lazarett, während Hermann Hilgert nur 13 Tage später in Galizien fiel. Paula Kropius hat bisher den Namen Hermann Hilgert auf dem Stein gefunden. Auch die Inschrift „Im Weltkriege 1914 bis 1918 verstarben“ hat sie auf dem Stein entschlüsselt. „Die Archivlage ist hier schwieriger als in anderen Orten, aber ich suche weiter“, sagt Paula Kropius.

Carola und Roland Bruhns sowie Ramona Parchen sind seit 13 Jahren die freiwilligen Paten für das Kriegerdenkmal. Das Ehepaar Bruhns und Doreen Kaspereit haben noch eine besondere Verbindung zum Denkmal. „Hermann Dahler war ein Vorfahre in der Familie, und es wird angenommen, dass er 1916 gefallen ist“, sagt Doreen Kaspereit.

Am Freitag schaute auch Wolfgang Ramin in Randow vorbei. Der Ortsvorsteher von Groß und Klein Haßlow sowie von Randow hatte vor drei Jahren mit anderen Aktiven das Denkmal vor dem weiteren Verfall gerettet. „Wir haben schon lange auf die Sanierung gehofft“, sagt Wolfgang Ramin. Nun stellt die Kommune die Mittel bereit.

Mit einem 145 Grad heißen Dampfreiniger ging Paula Kropius zunächst den Verunreinigungen zuleibe:„Wegen der unregelmäßigen Struktur im Stein war es schwierig, die Flechten herauszuholen.“ Mit dem Entziffern der Buchstaben hat sie kaum Probleme: „Je mehr man guckt, umso mehr findet man auch.“ Dafür nutzt sie auch eine Streiflichtlampe. Damit können die Linien auf dem Stein besser entschlüsselt werden. Die ersten Buchstaben hat sie bereits mit schwarzer Silikonharzfarbe nachgezeichnet. Sie gehören zum Wort Weltkriege. Geht alles nach Plan, kann sie in zwei Wochen die Arbeit beenden.

Von Christamaria Ruch

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