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Ostprignitz-Ruppin Kristall-Therme soll wachsen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kristall-Therme soll wachsen
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12:36 27.02.2018
Die Kristalltherme Bad Wilsnack gehört zu den beliebtesten Bädern Brandenburgs. Quelle: Andreas König
Bad Wilsnack

Wenn Gerd Bittermann von der Therme in Bad Wilsnack spricht, gerät er ins Schwärmen: „Das ist ein wunderschöner Standort, mit stabilen Besucherzahlen“, sagt der Geschäftsführer der Kristall Bäder Gesellschaft. Jedes Jahr kommen über 400 000 Besucher in die Kurstadt, um die Therme zu besuchen. „Bad Wilsnack ist ein Erfolgsmodell in der Prignitz“, sagt der Franke, der die Geschicke von acht Thermen in Deutschland lenkt.

Seit nunmehr 18 Jahren können die Gäste dort in Sole verschiedener Konzentrationen baden, die weiträumige Saunalandschaft und wohltuende Massagen genießen.

Doch der Dauerbetrieb führt dazu, dass die Technik überholt und erneuert werden muss. „Das ist erst einmal die wichtigste Aufgabe für dieses Jahr“, sagt Gerd Bittermann. Dazu zählt die Sanierung der Badewassertechnik ebenso wie die Installation eines Chipsystems. Das ermöglicht den Gästen, Speisen, Getränke und sonstige Leistungen bargeldlos auf den Chip buchen zu lassen und erst am Ende zu bezahlen.

Seit 18 Jahren zieht die Kristall-Therme jährlich 400 000 Gäste an

Doch das ist erst der Anfang. In den kommenden Jahren hat die Muttergesellschaft der Bad Wilsnacker Therme Großes vor. „Wir haben mehrere an die Therme angrenzende Flächen erworben, um das Gelände zu erweitern“, sagt Gerd Bittermann. Die bislang vorhandenen Parkplätze reichen nicht mehr aus. Das gelte besonders für die Caravan-Stellplätze. „Es ist ein bundesweiter Trend, dass Urlauber mit ihren Wohnmobilen bevorzugt in der Nähe von Thermalbädern übernachten“, sagt Gerd Bittermann. „Dem wollen und müssen wir Rechnung tragen.“

Auch im Inneren des Bades soll sich der Komfort erhöhen. Es ist vorgesehen, die Liegeflächen zu vergrößern, um vor allem den Saunagästen und – bei schönem Wetter den sonnenhungrigen Besuchern genügend Freiraum zu bieten. Allerdings kann der Kristall-Geschäftsführer noch nicht sagen, wann genau diese Vorhaben umgesetzt werden können. „Gegenwärtig läuft noch das Verfahren zum Bebauungsplan, aber wir sind zuversichtlich, dass es noch in diesem Jahr abgeschlossen wird“, sagt Gerd Bittermann.

Das Gelände soll jetzt erweitert werden

Doch diese sicher sinnvollen Neuerungen bereiten nur den Boden für noch größere Vorhaben. „Wir wollen perspektivisch den Saunabereich erweitern“, erklärt der Geschäftsführer. Immer wieder war in diesem Zusammenhang von einer Premium-Sauna die Rede, für deren Besuch möglicherweise auch Premium-Preise zu zahlen wären.

„Natürlich wollen wir unseren Besuchern ein Premium-Angebot machen, aber ich halte nichts davon, wenn es unter den Gästen eine Zwei-Klassen-Gesellschaft gibt. Daher werden wir, wenn es ein besonders Saunaangebot gibt, dieses auch allen unseren Besuchern unterbreiten.“

Mit den Plänen für einen erweiterten Saunabereich hatte sich schon der 2016 verstorbene Kristall-Gründer Heinz Steinhart befasst. Auch eine Pferdesauna wollte er in Bad Wilsnack etablieren. Wird dieses Vorhaben noch weiter vorangetrieben?

Bis 20 Millionen Euro sollen fließen

„Es ist sicher ein interessanter Plan, und es gibt durchaus auch Bedarf für so etwas, aber das hat bei uns derzeit nicht die höchste Priorität“, sagt Gerd Bittermann. Auch ohne dieses sicherlich außergewöhnliche Angebot ist der Investitionsbedarf in der Kurstadt riesig. Auf „10 bis 20 Millionen“ veranschlagt Gerd Bittermann den Umfang der geplanten Arbeiten.

Dabei möchte der Kristall-Geschäftsführer den Gästen in allen Bereichen einen noch besseren Service bieten. „Bislang werden in unserem Haus Massagen an drei verschiedenen Plätzen angeboten. Das ist nicht optimal. Wir werden daher ein Massage-Zentrum schaffen, in das sowohl die Bade- als auch die Saunagäste gelangen, ohne durch die ganze Therme laufen zu müssen.“ Auch diejenigen Besucher, die gar nicht baden oder saunieren möchten, können dieses Angebot nutzen.

Eine Idee ist auch, die Therme für Wettkämpfe zu nutzen

Schließlich kann sich der Geschäftsführer auch vorstellen, perspektivisch eine Möglichkeit zu schaffen, dass man in Bad Wilsnack auch beim Schul-, und Wettkampf oder Gesundheitsschwimmen seine Bahnen ziehen kann. „Aber das ist noch Zukunftsmusik“, räumt Gerd Bittermann ein. „Dazu müssen wir uns mit der Stadt verständigen.“ Doch das Verhältnis zwischen der Kristall Bäder-Gruppe und der Kurstadt gilt seit jeher als sehr gut.

All diese Bemühungen können freilich nur dann gelingen, wenn sehr engagierte Mitarbeiter sie verwirklichen. 82 Beschäftigte arbeiten gegenwärtig in der Therme. Für den funktionierenden Betrieb ist Nicole Schlegel verantwortlich. Sie freut sich bereits auf die Neuerungen. Auch die Vorgabe, dass alle neuen Auszubildenden und überhaupt alle Mitarbeiter die neue Ausbildungsstätte in Altenau im Harz besuchen, ist eine sinnvolle Neuerung, findet sie.

Die Kristalltherme wirbt gern damit, als wahrer Jungbrunnen zu dienen. Jetzt steht sie selbst vor der vielleicht größten Verjüngungskur ihrer 18-jährigen Geschichte.

Von Andreas König

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