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Kritik an Entwürfen für Kita-Neubau nimmt zu

Umstrittenes Bauvorhaben in der Kyritzer Prinzenstraße Kritik an Entwürfen für Kita-Neubau nimmt zu

Deutliche Kritik am Standort sowie an den Entwürfen für die geplante neue Kindertagesstätte in der Kyritzer Prinzenstraße ist am Dienstagabend beim für alle Interessierten offenen CDU-Stammtisch geäußert worden.

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In der Prinzenstraße ist die neue Kita geplant. Die Entwürfe für das Eckgrundstück wurden beim CDU-Stammtisch kritisiert.

Quelle: André Reichel

Kyritz. Deutliche Kritik an den Entwürfen für die geplante neue Kindertagesstätte in der Kyritzer Prinzenstraße sowie an dem Standort selbst wurde am Dienstagabend an einem CDU-Stammtisch geäußert. Die Runde stand allen Interessierten offen. So befanden sich unter den knapp 20Besuchern auch Vertreter anderer Parteien sowie Einwohner.

"Die Entwürfe sind ein Schlag ins Gesicht für alle, die in der Innenstadt ein Haus besitzen und sich den strengen Kriterien des Denkmalschutzes beugen müssen", sagte CDU-Mann Konstantin Normann, der auch Stadtverordneter ist. Der geplante Bau füge sich in keinster Weise harmonisch ins Stadtbild ein. Zudem vermutet Normann, dass der Standort nicht aus Bedarfsgründen gewählt wurde, sondern nur, um "eine hässliche Baulücke mit Fördergeldern" zu schließen. Normann bezweifelt auch, dass es überhaupt einen Bedarf für eine neue Kita mit bis zu 60 Plätzen gibt.

Letzterem widersprach Denise-Verena Ladewig vom Netzwerk Gesunde Kinder. Ihr lägen Zahlen vor, nach denen in den kommenden Jahren tatsächlich ein derart großer Bedarf an Betreuungsplätzen zu erwarten sei. Wie lange dieser Trend anhalten werde, könne sie allerdings nicht voraussagen.

Auch Franz Josef Conraths (Bündnis 90/Die Grünen), ebenfalls Stadtverordneter, äußerte sich unzufrieden, speziell, was die Verkehrssituation betrifft. Prinzipiell sei für ihn aber klar, dass ein Kita-Bau auf jeden Fall in der Innenstadt erfolgen sollte, entweder in der Prinzenstraße oder besser noch in der Hagenstraße. Conraths sprach sich zudem dafür aus, die Trägerschaft für die Kindertagesstätte beispielsweise einem christlichen Verein zu überlassen. Entsprechende Anregungen habe er schon mehrfach aus evangelischen Kreisen bekommen.

Heike Grüttner, Bewohnerin der Kyritzer Innenstadt, wies auf ein Parkplatzproblem hin. Da es in der Nähe der Kita nicht ausreichend Stellplätze gibt, prophezeite sie ein Verkehrschaos, wenn die Kinder morgens in die Tagesstätte gebracht und wenn sie nachmittags wieder abgeholt werden. Auch sie plädierte daher für die Hagenstraße als besseren Standort.

Außerdem: Die Prinzenstraße werde nach Fertigstellung der Jäglitzbrücke die am meisten befahrene Straße von Kyritz sein. Darauf wies CDU-Mitglied Hartmut Thies hin, der im Rathaus Aufgaben der Unteren Straßenverkehrsbehörde wahrnimmt.

In der Runde wurde auch die Befürchtung geäußert, dass kleinere Kitas, wie etwa die in Holzhausen, zu Gunsten der neuen Kita in Kyritz geschlossen werden, wenn in späteren Jahren der Gesamtbedarf nicht mehr vorhanden ist.

Noch sei in Sachen Kita-Neubau nichts beschlossen, sagte Jürgen Freier, der in der Kyritzer Stadtverordnetenversammlung der Fraktionsvorsitzende der CDU ist. Deshalb würde die Diskussion zum richtigen Zeitpunkt geführt.

Für das Gebäude hatte es einen europaweit ausgeschriebenen Architektenwettbewerb gegeben. Für die Kita sollen ein historisches Fachwerkhaus und ein benachbartes unbebautes Grundstück sowie die dazugehörige Hoffläche genutzt werden. Alles in allem stehen für die neue Tagesstätte samt ihrer Außenanlagen über 1500 Quadratmeter Land zur Verfügung. Die ersten Grafiken aus den Siegerentwürfen mit Fassadenansichten hatten in Kyritz umgehend für massiven Widerspruch gesorgt (die MAZ berichtete). Bei den am Wettbewerb beteiligten Architekten wie Gutachtern sorgte das indes für Unverständnis. Schließlich handele es sich lediglich um Gestaltungsvorschläge.

Von André Reichel

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Der Kyritzer Bauausschuss hat empfohlen, die Fassade der neuen Kita in der Prinzenstraße mit Klinkern zu gestalten. Das beauftragte Architekturbüro hatte unter anderem diese Variante als Alternative zur ungeliebten Holzverkleidung vorgelegt. Der Ausschussvorsitzende Jens Masuch (CDU) lobte die sachliche Diskussion.

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