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Kritik an Plänen für neue Mikrofonanlage

Neuruppin Kritik an Plänen für neue Mikrofonanlage

Die Kreisverwaltung in Neuruppin will sich eine neue Mikrofonanlage zulegen und außerdem mit Hilfe eines Spezialisten für eine bessere Akustik im Sitzungssaal in der Virchowstraße sorgen. CDU-Fraktionschef Sebastian Steinke ist entsetzt: Zum einen über die Kosten, zum anderen, dass die Abgeordneten erst jetzt darüber informiert werden.

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Das Gebäude der Kreisverwaltung in der Neuruppiner Virchowstraße steht unter Denkmalschutz.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Als „gnadenlose Fehlinvestition“ hat CDU-Fraktionschef Sebastian Steineke zwei Projekte der Kreisverwaltung in Neuruppin bezeichnet. So soll für 30 000 Euro die Akustik im Sitzungssaal in der Virchowstraße verbessert werden. Darüber hinaus sind weitere 25 000 Euro für eine neue Mikrofonanlage vorgesehen, die die Sitzungsgespräche auch gleich für das Protokoll aufzeichnen kann.

„Wir nutzen den Raum seit mehr als 20 Jahren und haben bisher auch keine raumakustische Veränderung gebraucht“, sagte Stei­neke am Donnerstagabend im Kreisauschuss. Zudem kritisierte der Abgeordnete, dass dadurch mit einem Schlag 55 000 Euro ausgegeben werden, die nicht im Haushaltsplan vorgesehen waren. „Das finde ich sehr grenzwertig.“

Landrat ist von der Kritik überrascht

Landrat Ralf Reinhardt (SPD) war überrascht von der heftigen Kritik und verteidigte die Ausgaben. Die neue Tonanlage sei notwendig, weil die bisherige mehr als 20 Jahre alt und defekt sei. „Die Anlage lässt sich nicht mehr reparieren“, sagte Reinhardt. Die neue sei zudem mobil und könne damit ebenfalls in anderen Räumen eingesetzt werden. Der Landrat räumte ein, dass auch er von den Kosten für eine bessere Akustik im Sitzungssaal in der Virchowstraße überrascht wurde. Doch sei es eben mit dem Aufhängen von ein paar Teppichen an den Wänden für eine bessere Akustik in dem Raum nicht getan. Zudem handele es sich um ein denkmalgeschütztes Gebäude. Deshalb hat der Kreis einen Fachingenieur zu Rate gezogen, der den schmuckvoll mit Holz vertäfelten Sitzungssaal mehrfach untersucht hat.

Die schlechte Akustik ist seit Langem bekannt

Über die schlechte Akustik in dem Raum war in der Vergangenheit mehrfach geklagt worden, auch von Abgeordneten, beispielsweise von Helmut Kolar von der bunten Fraktion aus Bauern, Freie Wähler und FDP. Denn wenn Fachausschüsse in dem Sitzungssaal in der Virchowstraße tagen, wird dort die Mikrofonanlage zumeist nicht aufgebaut. Die Anlage kommt in der Regel in dem Raum nur zum Einsatz, wenn der Kreis- und Finanzausschuss tagt.

Weil es sich um zwei Projekte handelt, die jeweils weniger als 50 000 Euro kosten, müssen die Kreistagsabgeordneten nicht darüber befinden. Sie müssen lediglich darüber informiert werden. Landrat Reinhardt versprach am Donnerstag, dass die Erläuterungen für die beiden Investitionen bis zum Kreistag am 8. Dezember präzisiert werden sollen.

Von Andreas Vogel

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