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Kubanische Drinks in der Langener Kiche

Weltgebetstag Kubanische Drinks in der Langener Kiche

Einmal im Jahr, immer am ersten Freitag im März, feiern Christen in aller Welt den Weltgebetstag. So auch am Freitag in Langen. Im Fokus standen diesmal das Land Kuba – mit Gebeten, aber auch mit Musik, Speisen und Getränken. Für Christen, die auch in der Fastenzeit dem Alkohol nicht ganz abgeschworen haben, gab es sogar Rum.

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Kubanische Drinks in der Langener Kirche.

Quelle: Cornelia Felsch

Langen. Mit exotischen Früchten und der kubanischen Flagge war der Gemeinderaum der Langener Kirche am Freitagabend geschmückt. Es duftete nach herzhaften Speisen – recht ungewöhnlich für eine Andacht. Doch einmal im Jahr, jeweils am 1. Freitag im März, geht es bunt und weltoffen in den Kirchen zu. Dann wird mit ökumenischen Gottesdiensten der Weltgebetstag in über 170 Ländern begangen. Gemeinsam bereiten Frauen unterschiedlichster Konfessionen Gottesdienste vor.

Texte und Gebete die Hoffnungen, Ängste, Freuden, Sorgen, Wünsche und Bedürfnisse beinhalten und auf die eigene kulturelle Vielfalt eingehen, stammen in jedem Jahr aus einem anderen Land.

In und um Neuruppin schon seit den 1990er Jahren

Wie lange dieser Tag schon in den Kirchengemeinden rund um Neuruppin gefeiert wird, weiß auch Pfarrerin Rose Möllhoff -Mylius nicht so genau. „Ich war zum ersten mal 1994 dabei, 1993 bin ich in diese Kirchengemeinde gekommen.“ Ute Feuerstack, ebenfalls Pfarrerin in der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Protzen-Wustrau-Radensleben, erinnert sich daran, dass bereits zu DDR-Zeiten dieser Tag begangen wurde und die gläubigen ostdeutschen Frauen 1977 selbst im Mittelpunkt standen.

In diesem Jahr stand der Weltgebetstag, den die Frauen aus Kuba vorbereiteten, unter dem Motto „Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf“.

„Buenos dias“ und Küsschen zur Begrüßung

Wie die Menschen in Kuba, so begrüßen sich auch die Gemeindemitglieder am Freitag mit einem Kuss auf die Wange, einer Umarmung und einem „Buenos dias“. Die Frauen berichten am Freitag von den Schicksalen der Kubanerinnen aus verschiedenen Regionen des Landes. Als Yamilka, Ljudmila, Olivia, Anna Paula und Maria Carla erzählen sie von der wirtschaftlichen Krise und ihren Hoffnungen auf eine bessere Zukunft, in der nicht mehr so viele Menschen das Land verlassen. „Mit viel Improvisationstalent müssen die Frauen meiner Generation dafür sorgen, dass wir täglich für unsere Kinder Essen kochen können“, sagt Yamilka.

Die kostenlose Schul- und Universitätsausbildung ermöglicht es ihnen, in vielen Berufen tätig zu sein, doch die Einkommen sind spärlich und reichen nicht aus, um eine Familie zu ernähren.

In Langen genießen die Besucher kubanische Speisen

In Langen genießen die Besucher des Weltgebetstages am Freitag kubanische Speisen, wie Sopa cubana; das Begrüßungsgetränk besteht aus Kokosmilch, Ananas, Sahne und einem Schluck Rum für Christen, die trotz der Fastenzeit dem Alkohol nicht ganz abgeneigt sind. Auf Jasminblüten aus weißem Papier, die schließlich an Ästen befestigt werden, formulieren die Gäste Wünsche und Anliegen, die auch in den zahlreichen Gebeten und Liedern zum Ausdruck kommen, die an diesem Abend in Langen erklingen. Dank der Klavierbegleitung von Christine Noak gelingt es den Besuchern recht schnell, mit den ungewohnt spanischen Rhythmen der Kirchenlieder vertraut zu werden.

Von Cornelia Felsch

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