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Ostprignitz-Ruppin Kündigung ist Fall fürs Arbeitsgericht
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kündigung ist Fall fürs Arbeitsgericht
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00:47 28.04.2018
Die Stadtvertreter fragen, ob der Rheinsberger Bauhof nach den Entlassungen gut genug aufgestellt ist. Quelle: Celina Aniol
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Rheinsberg

Über die fristlose Kündigung des Rheinsberger Bauhofleiters Enrico Lemm sowie eines seiner Kollegen soll demnächst vor dem Neuruppiner Arbeitsgericht verhandelt werden. Das bestätigte auf MAZ-Anfrage Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow. Erst wenn der Prozess beendet ist, können die Stellen neu besetzt werden. Zu den Gründen für die Entlassungen will sich der Verwaltungschef mit dem Hinweis auf Personalangelegenheiten nicht äußern.

Frank Bredlow leitet den Bauhof kommissarisch

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Burkhardt Stranz kritisierte in der Stadtverordnetenversammlung am Montagabend indes, dass ihm als Ortsvorsteher von Linow die Verwaltung bislang keinen neuen Ansprechpartner bei dem städtischen Dienstleister genannt habe. „Der Ansprechpartner bin ich“, erwiderte Schwochow. Alles, was bei ihm an Aufträgen auflaufe, werde in den Arbeitsplan des Bauhofteams eingearbeitet. Zudem gebe es auch einen kommissarischen Leiter. Diese Position habe Frank Bredlow.

Angst, ob der Bauhof nun gut genug aufgestellt ist

Lysann Gutenmorgen (CDU) und Ilona Schenk (SPD) fragen sich, ob der Bauhof nach den Kündigungen im März noch alle seine Aufgaben erfüllen kann. Immerhin habe die Stadt durch die Entlassung einen Baumkletterer und einen Spielplatzprüfer verloren.

Alle Arbeiten sollen weiter vom Stadtbetrieb erledigt werden

„Die Arbeit des Bauhofs bricht nicht zusammen“, sagte Bauamtsleiter Daniel Hauke auf MAZ-Anfrage. Die Baum- und Heckenpflege könne bis auf einige Arbeiten in den Baumkronen auch ohne den Baumexperten weiterbetrieben werden. Auf Dauer müsse die Stadt überlegen, ob sie einen anderen Mitarbeiter für diese Aufgabe fitmacht – genauso wie für die Kontrolle der Spielplätze. Die Lizenz dafür müsse ohnehin jährlich erneuert werden. Aber auch die Ausbildung zum Baumkletterer sei nichts, was ein anderer Mitarbeiter nicht ebenfalls machen könnte. Durch die Entlassungen werden jedenfalls keine Arbeiten an externe Firmen vergeben werden müssen, betont Bürgermeister Schwochow.

Von Celina Aniol

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