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Ostprignitz-Ruppin Künftig gibt es Container für Hort-Kinder
Lokales Ostprignitz-Ruppin Künftig gibt es Container für Hort-Kinder
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12:50 08.11.2016
In Großbeeren stehen seit Mai ebenfalls Container zur provisorischen Erweiterung des Horts. Quelle: Krischan Orth
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Fehrbellin

Der Hort an der Fehrbelliner Grundschule ist gut ausgebucht – zu gut, wenn man seine Kapazität betrachtet. Genau deswegen hat sich die Gemeinde vor Kurzem dazu entschlossen, einige Kinder nachmittags nicht mehr direkt an der Schule der Rhinstadt, sondern in den Kindertagesstätten von Linum und Königshorst betreuen zu lassen. Das betrifft insgesamt 21 Schüler aus den zwei Orten und ihrer Umgebung. Doch das Konzept ist nicht aufgegangen: Die Eltern der betroffenen Schüler sind sauer, weil ihre Kinder aus dem Schulverband herausgerissen werden. Kritik gibt es auch an den Horsträumen in den Kitas sowie der Betreuungsqualität. Der Frust ist so groß, dass sich die Eltern vor einigen Wochen zu einer Initiative zusammengeschlossen und am Donnerstagabend in der Gemeindevertretersitzung in großer Zahl erschienen sind. Sie wollen, dass ihre Kinder künftig den Hort in der Kernstadt besuchen dürfen.

Container wird zum nächsten Schuljahr aufgestellt

„Das, was uns als eine gute Übergangslösung erschien, erwies sich als nicht so glücklich“, gibt Bürgermeisterin Ute Behnicke jetzt zu – und will nachsteuern. Ihr Vorschlag: Für eine relativ schnelle Lösung des Problems soll nun ein Container sorgen, der in der unmittelbaren Nähe des Fehrbelliner Hortes aufgestellt werden soll. Da dafür aber ein Bauantrag notwendig ist, werde das aber voraussichtlich erst zum kommenden Schuljahr passieren, sagt die Verwaltungschefin. Über Details will sich Ute Behnicke mit den Eltern sowie Fraktionsvertretern in der kommenden Woche verständigen. Danach soll der Landkreis als Träger der örtlichen Jugendhilfe zu Rate gezogen werden. Ein entsprechender Beschluss könnte in der Dezember-Sitzung der Gemeindevertretung gefasst werden.

Erst 2014 wurden in Fehrbellin neue Horträume geschaffen – trotzdem platzt die Einrichtung nun aus allen Nähten. Quelle: Celina Aniol

Dauerhafte Lösung für den Hort benötigt

Der Container löst aber nur einen Teil des Problems. Denn die Verwaltung rechnet damit, dass es in der Gemeinde in den kommenden Jahren immer mehr Kinder geben wird. Ute Behnicke geht von einem Zuwachs von etwa 70 Kindern pro Jahr in einer Altersgruppe aus. Nach ihren Berechnungen würden somit im Jahr 2020 über 50 Hortplätze in Fehrbellin fehlen, wenn man wieder von der Regelkapazität von 118 Kindern ausgeht, die punktuell auf derzeit 150 erhöht wurde.

Um für den Ansturm gewappnet zu sein, muss eine dauerhafte Lösung her. Wie diese aussehen soll, ob es also einen An-, Um- oder Neubau für den Hort Fehrbellin geben wird, darüber will Ute Behnicke mit den Gemeindevertretern ebenfalls bald beraten. Fest steht aber, dass die Bürgermeisterin weder durch den Container noch das Bauvorhaben zusätzliche Kapazitäten schaffen, sondern nur vorhandene ins nachgefragte Zentrum verschieben will. Dabei sind die Kitas in Linum und Königshorst aber keineswegs in Gefahr. „Die Standorte bleiben bestehen – nur eben ohne Hort-Gruppe“, sagt Ute Behnicke.

Von Celina Aniol

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