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Ostprignitz-Ruppin Künstliche DNA gegen Langfinger
Lokales Ostprignitz-Ruppin Künstliche DNA gegen Langfinger
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02:15 04.03.2017
Polizist Holger Mende (l.), Schulleiter Ronald Roggelin und Neustadts Amtsdirektor Dieter Fuchs (r.) sorgen ab sofort mit künstlicher DNA für eine sichere Schule. Quelle: André Reichel
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Neustadt

Nachdem im vergangenen Jahr eine regelrechte Einbruchsserie über Neustadt hinweg rollte, konnte die Polizei im Dezember zumindest den mutmaßlichen Täter für die Schuleinbrüche ermitteln. Ein 17-Jähriger war mehrfach in der Neustädter Prinz-von-Homburg-Schule eingebrochen. Zwar war der Täter in diesem Fall geständig, doch die Gefahr, dass sich Langfinger künftig erneut in der Schule oder anderswo über fremdes Eigentum hermachen wollen, kann niemand ausschließen.

Neustadts Amtsdirektor Dieter Fuchs kann davon ein Lied singen. Erst zu Beginn dieser Woche ist zum wiederholten Male in seiner Amtsverwaltung eingebrochen worden. „Mittlerweile müsste sich doch rumgesprochen haben, dass bei uns nicht viel zu holen ist“, sagte Dieter Fuchs, der darüber sichtlich verärgert ist. Doch untätig geblieben ist der Amtsdirektor in dieser Angelegenheit nicht.

Mit einem Strich sind Wertgegenstände unsichtbar markiert und von nun an identifizierbar. Quelle: André Reichel

Seit längerer Zeit besteht eine Sicherheitspartnerschaft mit der Polizei. „Wir treffen uns in dieser Hinsicht regelmäßig zu Gesprächen“, berichtet Dieter Fuchs. Kürzlich erst gab es wieder ein solches Treffen in der Homburg-Schule. Holger Mende, bei der Polizeidirektion Nord für Sicherheitsfragen und Diebstahlschutz zuständig, schaute sich gemeinsam mit dem Amtsdirektor und dem Schulleiter Ronald Roggelin die Gegebenheiten dieser kommunalen Bildungseinrichtung genauestens an und zeigte Schwachstellen auf.

Das schwarze Köfferchen sieht unscheinbar aus

Zudem bot Holger Mende an, bei nächster Gelegenheit das Verfahren der sogenannten künstlichen DNA vorzuführen und zu erläutern. Dies geschah nun am Dienstagnachmittag, nachdem alle Schüler außer Haus waren. Der Polizist hatte ein unscheinbares schwarzes Köfferchen dabei. Darin befand sich in einem Plastikröhrchen eine durchsichtige lackähnliche Flüssigkeit, die er probehalber auf einige der zu schützenden Gegenstände aufgebracht hat. Mit Hilfe einer speziellen Taschenlampe ließ Mende anschließend den sonst unsichtbaren DNA-Lack deutlich sichtbar aufleuchten. Außerdem machen Aufkleber an den Geräten und Schilder an den Eingangstüren Langfingern deutlich, dass hier Eigentum besonders geschützt ist.

Der Schulleiter und der Amtsdirektor waren sichtlich begeistert. Fuchs versicherte, dass nun in der Schule alle wichtigen Objekte mit künstlicher DNA versehen werden. „ Sehr ärgerlich bei Schuleinbrüchen sind die materiellen Schäden und die dadurch verursachten Einschränkungen für den Unterrichtsablauf“, sagte Dieter Fuchs. Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen an der Schule sind geplant. Außerdem soll die künstliche DNA auch in der Breddiner Grundschule, allen Kitas im Amtsbereich, in der Amtsverwaltung selbst und beim Bauhof eingesetzt werden.

Von André Reichel

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