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Kugelbomben auf dem Bombodrom

Die Heide brennt wieder Kugelbomben auf dem Bombodrom

Klein und äußerst gefährlich sind die Kugelbomben, die in der Kyritz-Ruppiner Heide liegen. Die Bima will jetzt gezielt eine gut 1000 Hektar große Fläche auf dem einstigen Bombodrom nach den nicht mal tennisballgroßen Bomben absuchen. Um dabei niemanden zu gefährden, wird das Areal zuvor mit Feuer von der Vegetation befreit.

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Die Kugelbomben sind nicht mal so groß wie ein Tennisball.

Quelle: Bima/Daniel Seidel

Neuruppin. Ab Mitte März soll eine Fachfirma in der Kyritz-Ruppiner Heide damit beginnen, die Oberfläche eines gut 1000 Hektar großen Areals nach Kugelbomben und anderen Streuwaffen abzusuchen. Die letzten Voraussetzungen dafür werden gerade geschaffen – indem in diesen Gebiet die Oberflächenvegetation abgebrannt wird.

Optimale Bedingungen fürs Brennen

„Wir haben gerade optimale Bedingungen für das sogenannte kalte Brennen“, sagte am Mittwoch Rainer Entrup von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima). Der Bima gehört die Kyritz-Ruppiner Heide, die insgesamt knapp 12 000 Hektar groß ist. Denn im Boden herrscht derzeit noch kein Leben, da er gefroren ist. Mehrere Revierleiter der Forst haben deshalb gemeinsam mit dem Sprengstoffexperten der Bima und vier Waldarbeiter eine Fläche zum Brennen vorbereitet. Rund 40 Hektar wurden am Mittwoch in einem extra hergerichteten Sicherheitsgürtel „geflämmt“.

Der Sicherheitsgürtel ist ein 120 Meter breiter Streifen, der die sogenannte Streuwaffenverdachtsfläche begrenzt. Sollte es am Donnerstag auch wieder kalt und sonnig sein, will die Bima weitere Teilflächen abbrennen. Immerhin sollen Jahr für Jahr rund 300 Hektar bearbeitet werden – nicht nur, um Blindgänger zu entdecken, die auf der Erde liegen. Vielmehr geht es auch darum, die Heide zu erhalten. Würde nicht „geflämmt“, würde auf dem Areal innerhalb weniger Jahre Wald sein.

Schon 18 Kugelbomben gesprengt

Für die Suche nach den etwa tennisballgroßen Kugelbomben auf der gut 1000 Hektar großen Fläche sind drei Jahre veranschlagt. „Gesucht werden kann immer nur von März bis November“, sagte Entrup. 18 Kugelbomben wurden bereits in der Heide gefunden – und sofort vor Ort gesprengt. Denn die Bomben sind heimtückisch: In jeder befinden sich gut 100 Stahlkugeln sowie 100 Gramm Sprengstoff, so dass bei der Explosion die Stahlkugeln alles durchschlagen, was in ihrer Nähe ist. Der tödliche Radius liegt bei knapp 100 Metern.

Von Andreas Vogel

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