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Kuhlmühle: Verein plant Großes

Ehrgeiziges Projekt Kuhlmühle: Verein plant Großes

Um etwas zu schaffen, ist zunächst einmal viel Arbeit nötig. Davon lassen sich die 40 Mitglieder des Vereins Coolmühle aber nicht abschrecken. Sie wollen aus dem weitläufigen ehemaligen Ferienobjekt ein Erholungsgebiet machen. Ein Nutzungskonzept liegt bereits vor. Es wurde jetzt dem Ortsbeirat vorgestellt.

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Volles Haus in Dranse: Der Verein Coolmühle stellte seine Pläne vor. Quelle: Björn Wagener

Dranse/Kuhlmühle. Großes hat sich der Verein Coolmühle in Kuhlmühle vorgenommen: Die 40 Mitglieder wollen dort ein Erholungsgebiet schaffen. Dabei geht es um ein knapp sechs Hektar großes Areal innerhalb eines insgesamt 27 Hektar umfassenden Teilbereiches des ehemaligen Ferienobjektes Kuhlmühle, das der Verein 2010 erworben hat. Zwar haben die Mitglieder seither schon Treppen saniert, Wege freigelegt und Grünflächenpflege betrieben, aber um auch genehmigungspflichtige Bauleistungen erbringen zu dürfen, empfahlen die Stadt Wittstock und der Landkreis Ostprignitz-Ruppin, ein Städtebauliches Nutzungskonzept für das künftige Erholungsgebiet zu erstellen.

Schwung ins ländliche Leben bringen

Das wurde inzwischen von Ulrich Dreßler vom Büro für Städtebau und Landschaftsplanung erarbeitet und jüngst auf der Ortsbeiratssitzung in Dranse präsentiert. Es bezieht sich auf den Kernbereich des alten Ferienobjektes, der 26 Gebäude einschließt – unter anderem den alten Mühlenhof, Ferienhäuser, Garagen, Lager, ein Bootshaus, eine Wasserstation, ein Trafogebäude, einen Felsenkeller, ein Kleintiergehege und vieles mehr. Für einen großen Teil der alten Gebäude gebe es zwar Bestandsschutz, aber alles zu erhalten sei nicht machbar, sagte Sabine Hentschke, Sachgebietsleiterin Planung, der Stadt Wittstock. Laut Gabriele Müller vom Verein, die das Nutzungskonzept erläuterte, seien 93 Prozent der Gebäude auf der betrachteten Fläche erhalten. Das Ziel sei, vor Ort Bildungs- und Kulturveranstaltungen anzubieten und damit das ländliche Leben in Kuhlmühle und Umgebung voranzubringen. Denkbar wären auch Schüleraustausche, „Ferien auf dem Lande“ oder Seminare. Angestrebt werde, ins regionale touristische Netz eingebunden zu werden und mit dem Zentrum für Nachhaltigkeit eng zusammenzuarbeiten. Das ist ein Verein, der sich ebenfalls auf dem Gelände des Vereins Coolmühle befindet und die ökologische, naturverbundene Lebensweise in den Mittelpunkt stellt. Er führt zum Beispiel ein Handmühlenmuseum, das rund 500 Exemplare umfasst. Beide Vereine ergänzen sich, denn bei der Erhaltung der Gebäude im künftigen Erholungsgebiet werde auf eine ökologische Bauweise mit Materialien wie Lehm, Schilf oder Holzwolle großen Wert gelegt, sagte Gabriele Müller. Zunächst einmal sollen Dächer repariert, die Elektrik erneuert und die Wasserversorgungssituation geklärt werden.

Denn das Trinkwasser kam ursprünglich aus einem eigenen Brunnen. Als nach 1980 immer wieder Grenzwerte überschritten wurden, wurde die Anlage stillgelegt und stattdessen eine Wasserleitung verlegt. Sie wird bis heute genutzt. Die Rechträgerschaft der Leitung sei aber nicht eindeutig geklärt, heißt es im Konzept.

Verein fühlt sich der Herausforderung gewachsen

Der Ortsbeirat ließ sich vom Verein und auch von Sabine Hentschke bestätigen, dass das Nutzungskonzept keine Massenveranstaltungen vorsehe. Außerdem kam die Frage auf, ob das Vorhaben den Verein Coolmühle womöglich überfordern könnte. Darauf entgegnete Gabriele Müller, dass sich der Verein der Tragweite des Ganzen durchaus bewusst sei. Die 40 Mitglieder kämen aus vielen verschiedenen Branchen. Somit sei der Verein breit aufgestellt.

Zwar wurde in der Sitzung in Dranse ein Zeitrahmen von zehn bis 15 Jahren genannt, um das Ziel zu erreichen, aber der Verein sei entschlossen, die Dinge anzupacken und Stück für Stück umzusetzen. Das Nutzungskonzept soll nun in den städtischen Ausschüssen diskutiert werden.

Von Björn Wagener

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