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Kulturförderung in Ostprignitz-Ruppin aufgestockt

Gut investiertes Geld für mehr Besucher Kulturförderung in Ostprignitz-Ruppin aufgestockt

Viele Kulturgüter in Ostprignitz-Ruppin benötigen dauerhaft finanzielle Zuschüsse. Einige Projekte blieben dabei bisher auf der Strecke. Nun hat der Landkreis die Kulturförderung erstmals aufgestockt. 10.000 Euro soll es on top geben, um mehr Besucher in den Kreis zu locken.

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Neuruppin. Erstmals wird der Landkreis Ostprignitz-Ruppin seine Kulturförderung aufstocken. Ab 2016 sollen 110000 Euro verteilt werden können, 10000 Euro mehr als bisher. "Wir haben kulturelle Leuchttürme wie Rheinsberg, die dauerhaft einen Zuschuss brauchen, und wir benötigen mehr Geld, um auch andere Projekte besser als bisher fördern zu können", begrüßt Sabine Ehrlich (SPD) den Vorschlag von Landrat Ralf Reinhardt (SPD).

Diesen Vorstoß griff der Kulturausschuss am Donnerstagabend in Neuruppin dankend auf. Immerhin diskutieren die Kreistagsabgeordneten seit Jahren, wie nicht allein die großen Veranstaltungen von Kammeroper, Musikakademie, dem Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum (alle in Rheinsberg) oder etwa der Theatersommer Netzeband gefördert werden können, sondern ebenfalls möglichst viele kleinere Ausstellungen, Konzerte und Lesungen sowie neue Projekte wie das Kinder- und Jugendliteraturfestival "Querfeldeins", das in diesem Jahr in Neuruppin startet.

Kultur beeinflusst die Wirtschaftsförderung

Für das Literaturfestival gab es vom Kreis kein Geld. Das verwundert kaum. Denn 90 Prozent der Förderung fließen seit Jahren in "gestandene Projekte", sagt Kerstin Pein, Kulturreferentin des Landkreises. Daran haben die Abgeordneten in der Vergangenheit auch kaum gerüttelt. Schließlich kamen zu den vom Kreis geförderten Veranstaltungen jährlich mehr als 90000 Besucher. Allein jeder Gast von Kammeroper und Musikakademie gibt laut einer Befragung im Schnitt pro Tag 70 Euro in der Region aus. "Der Kreis tut gut daran, wenn er in die Kultur investiert", betont Pein. Das sehen die Abgeordneten auch so. "Geld für die Kultur bedeutet immer auch Wirtschaftsförderung", sagt etwa Erich Kuhne (CDU, Foto: Vogel).

Die Hälfte des Etats ist bereits vergeben

Allerdings wünschen sich viele, dass noch mehr liebevoll und engagiert vorbereitete Veranstaltungen gefördert werden. "Die Stadt Wittstock hat in den vergangenen Jahren gar keinen Zuschuss mehr für Kulturprojekte beantragt, weil es selbst für das historische Schwedenspektakel keine Förderung gab", sagt Lutz Scheidemann (FDP). Deshalb sei es wichtig, dass der Etat der Kulturförderung nun aufgestockt werde, betont der langjährige Bürgermeister der Dossestadt. Ob allerdings sein Wunsch in Erfüllung geht, dass künftig jeder Antragsteller einen Zuschuss vom Kreis erhält, bleibt abzuwarten.

Einig sind sich Verwaltung und Abgeordnete, dass Kammeroper, Musikakademie und Tucholsky-Museum für die nächsten drei Jahre mit einer festen Förderung rechnen können. Damit soll der Kulturstandort Rheinsberg gesichert werden. Im Gespräch sind dabei 46000Euro für Kammeroper und Musikakademie zusammen sowie 8000 Euro für das Tucholsky-Museum. Damit wäre fast die Hälfte des Etats bereits vergeben. Beim Verteilen des restlichen Geldes können die Abgeordneten dann wieder ein Wörtchen mitreden ‒ aber erst im nächsten Jahr.

Von Andreas Vogel

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