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Ostprignitz-Ruppin Kulturmarathon in Rheinsberg
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kulturmarathon in Rheinsberg
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02:15 11.11.2015
In vielen Farben erstrahlte die Rheinsberger Innenstadt zur langen Nacht der Künste Quelle: Cornelia Felsch
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Rheinsberg

Es war ein langer Sonnabend, den die 490 kulturinteressierten Besucher am Wochenende in Rheinsberg erlebten – bereits zum 19. Mal fand dort die Lange Nacht der Künste statt. 39 Veranstaltungen luden an 20 Orten zu Konzerten, Ausstellungen, Führungen, Vorträgen und Lesungen ein. Neu war in diesem Jahr ein eigenes Kinderprogramm, um auch Familien anzusprechen. So begann der Nachmittag mit einem Bilderbuchkino in der Stadtbibliothek und endete für die Jüngsten in der Musikbrennerei, wo sie neue, spannende Musikinstrumente entdecken konnten.

Festlich eröffnet wurde der Kulturmaraton im Schlosstheater vom Bläserensemble der Kreismusikschule Ostprignitz-Ruppin und Jan-Pieter Rau. „Wir haben uns bereits daran gewöhnt, dass es Anfang November noch einmal einen Glanzpunkt in unserer Stadt gibt“, sagte der Bürgermeister und bedankte sich vor allem beim Begründer und Organisator dieses kulturellen Highlights – dem Rheinsberger Kunst- und Kulturverein. Mit den Erlösen der Langen Nacht wurden bisher viele Rheinsberger Kultureinrichtungen und Vereine gefördert. In diesem Jahr kommt der Erlös dem Museumsschloss für die Jubiläumsausstellung 2016 „Rheinsberg 25 – Wiedererweckung eines Musenhofes“ zu Gute.

Kinder konnten unter fachkundiger Anleitung von Jahne Zahn Musikinstrumente basteln. Quelle: Cornelia Felsch

Nicht zum Programm der Langen Nacht der Künste gehörte allerdings der „Abendspaziergang“ mit fremdenfeindlichen Hintergrund , der parallel zum Kulturprogramm statt fand und sich gegen die Aufnahme von Flüchtlingen in Rheinsberg richtete. „Das notwendige Polizeiaufgebot ist natürlich weniger schön“, sagte der Bürgermeister. „Aber lassen sie diesen „Spaziergang einfach rechts liegen.“ Dies war allerdings nicht ganz so einfach, zumal die lautstarken Reden auch durch die dicken Mauern der St. Laurentiuskirche drangen, in der Rheinsbergs Kirchenmusikerin Juliane Felsch-Grunow Orgelwerke der Familie Bach vorstellte. Die Kirche erstrahlte dazu in überraschend blauem und magentafarbenem Licht.

Farben haben es auch der Rheinsberger Malergruppe um Wolfgang Volkmann angetan. Sie stellten 15 ihrer Werke in den Räumen des Vereins Tanz & Art aus und luden gemeinsam mit der Vereinsvorsitzenden Ulrike Liedtke zur Vernissage ein. Dort, wo an vielen Wochentagen Gesundheits-, Tanz- und Hörveranstaltungen für Kinder und Erwachsenen statt finden, will der Verein auch Profi- und Laienmalern die Möglichkeit geben, ihre Werke zu zeigen.

Etwas theoretischer geht es derweil in der Amtsstube des Kavalierhauses zu. Dort erklären Juliane Wandel, Künstlerische Direktorin der Musikakademie, und ihre Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Brigitte Kruse, welche Ziele die Bundes- und Landesakademie verfolgt. „Wir sind keine Veranstalter, sondern Ermöglicher“, sagt die Akademiechefin. „Hier hat jeder die Möglichkeit, in geschützten Räumen seine Kreativität auszuprobieren.“ Von dem Ergebnis und dem musikalischen Geist können auch die Rheinsberger und ihre Besucher profitieren, wenn sie die Akademie-Konzerte besuchen.

Von Cornelia Felsch

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