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Ostprignitz-Ruppin Kunstausstellungen am laufenden Band
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kunstausstellungen am laufenden Band
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13:03 26.02.2018
Lisa Mews, Hannes Spitzer und Lea Tillmann (v.r.) eröffneten im Beisein von Schülern und Lehrern ihre erste Ausstellung. Quelle: Christamaria Ruch
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Wittstock

Hinter der unscheinbaren Tür beginnt eine andere Welt. An den weißen Wänden und auf dem weißen Fußboden reihen sich unendlich viele Kreise aneinander.

Von klein bis groß und von Gelb bis Hellbraun sind alle Farben vertreten. Wer den 15 Quadratmeter großen Raum betritt, gerät unweigerlich in einen Sog. Diese Installation bildet den Rahmen für die Ausstellung „Der graue Alltag“ im Städtischen Gymnasium in Wittstock.

Derzeit wird jeden Freitag um 11.35 Uhr eine Ausstellung des Kunstkurses der Jahrgangsstufe 12 eröffnet. Noch bis Freitag 16. März, taucht jede der sechs Kunstgruppen in die Atmosphäre aus Lampenfieber, Rede und Interview ein.

„Wir haben uns die japanische Künstlerin Yayoi Kusama als Vorlage gewählt“, sagte Lisa Mews zum Auftakt der Schau. Gemeinsam mit Lea Tillmann und Hannes Spitzer steht sie hinter dieser Ausstellung. Diese Künstlerin aus Fernost leidet seit ihrer Kindheit unter psychischen Krankheiten.

„Sie sah schon als Kind Punkte und andere Muster und hatte Angst, darin zu verschwinden“, so Lisa. Die so genannten Polka Dots, also bunte Punkte, sind die Antwort von Yayoi Kusama auf ihre Halluzinationen.

Ellen Thonack ist Kunstlehrerin am Städtischen Gymnasium in Wittstock. Quelle: Christamaria Ruch

„Seit vier Jahren bereiten die Schüler des Kunstkurses 12. Klasse immer im zwei Halbjahr Ausstellungen zur zeitgenössischen Kunst vor“, sagte Kunstlehrerin Ellen Thonack. „Von der Idee über die Planung bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit und Eröffnung liegt alles in den Händen der Schüler. Somit vollziehen sie nach, wie Künstler arbeiten“, so Thonack.

Jetzt geht es um den „grauen Alltag“

Sie beobachtet immer wieder, „wie eigenständig die Schüler ihre Kunstausstellungen auf den Weg bringen.“ Auch bei der aktuellen Schau „Der graue Alltag“ verfolgte Ellen Thonack, wie sich das Projekt entwickelte. „Das ist Jahr für Jahr spannend, denn Kunst entwickelt sich und auch die einzelnen Ausstellungen durchlaufen unterschiedliche Phasen“, sagte die Lehrerin.

Lisa, Lea und Hannes hatten erst den Titel „Die bunte Seite der Welt“ gewählt, doch dann schwenkten sie um und entschieden sich für „Der graue Alltag.“ „Wir stehen mitten im Abitur und unser Alltag besteht aus Schule. Wir möchten selbst manchmal aus diesem grauen Alltag entfliehen“, sagte Hannes.

Viele, viele bunte Kreise

„Die vielen bunten Kreise in diesem Raum zeigen, dass es auch etwas anderes als grauen Alltag gibt.“ Die Kreise stehen symbolisch für die Unendlichkeit.

Die Ausstellung ist an die japanische Künstlerin Yayoi Kusama angelehnt und vereint Polka Dots, also bunte Punkte. Quelle: Christamaria Ruch

Ganz bewusst wählten die drei Schüler helle Farben. „Das ist das Gegenteil vom grauen Alltag“, sagte Lea. Gut 40 Stunden Arbeit stecken in der Ausstellung. „Das war unheimlich aufwändig, die Kreise auszuschneiden, richtig anzuordnen und anzukleben“, sagte Hannes. „Der Raum wirkt jetzt viel lebendiger auch größer als sonst“, urteilte Lisa.

Wer die Kunstausstellungen im Wittstocker Gymnasium ansehen möchte, kann sich montags und dienstags von 8 bis 15 Uhr im Sekretariat melden.

Bis 16. März wird jede Woche Freitag um 11.35 Uhr eine weitere Schau am Raum 306, neben der Schulaula, eröffnet. Auch dazu sind Besucher willkommen. Jede Ausstellung dauert bis Dienstag der folgenden Woche.

Von Christamaria Ruch

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