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Ostprignitz-Ruppin Kunsthandwerk lockte zu „Atelier offen“
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kunsthandwerk lockte zu „Atelier offen“
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14:16 26.11.2017
Syliva Lorenz (l.) entdeckte bei Julia Obst wie in den Vorjahren einen Kranz. Quelle: Christamaria Ruch
Papenbruch

„Wir schreiben noch Urlaubskarten“, sagt Siegfried Bröcker aus Jabel. Dabei blättert er in den Kunstkarten von Heike Kropius und bleibt immer wieder bei einzelnen Motiven hängen. „Mir gefallen Karten mit schönen Farben“, sagt er. Denn gerade bei der dunklen Winterkleidung kommt somit ein Kontrast ins Spiel.

Siegfried Bröcker nutzte am Sonnabend die Gunst der frühen Stunde und besuchte mit seinem Enkel Otto kurz nach 10 Uhr „Atelier offen“ in Papenbruch. Heike Kropius empfing zum 17. Mal Besucher aus nah und fern in ihrer Kunststation. Zwei Handvoll Aussteller zeigten ihre Handwerkskunst. „Als wir vor 16 Jahren mit „Atelier offen“ angefangen haben, waren wir erst drei Aussteller und im Land gab es noch nicht die „Tage des offenen Ateliers“, erinnert sie sich. Auch wenn sich beide Veranstaltungen unterscheiden, hält Kropius am Namen „Atelier offen“ fest. An ihrem Stand mit Kunstkarten und Aquarellen nahmen sich immer wieder Besucher Zeit, genauer hinzusehen.

Die neunjährige Alma verkostet leckeren Honig. Quelle: Christamaria Ruch

Sylvia Lorenz aus Wittstock sicherte sich gleich mehrere Karten. Auch am Stand von Julia Obst wurde sie fündig. „Ich kaufe schon über Jahre hier immer einen Kranz“, sagte Lorenz. Nun fiel ihre Wahl auf ein Exemplar mit Schwarzerle und den Beeren vom wilden Wein. „Grün lässt sich gut kombinieren“, so Julia Obst. Egal ob sie Lavendel, Salbei oder getrocknete Samenstände verarbeitet, jeder Kranz ist ein Unikat. „Efeu und Beeren bilden eine traumhafte Kombination“, schwärmt sie. Ihre neunjährige Tochter Alma kostete indes am Nachbarstand von Hobbyimkerin Katrin Friedemann den Frühlingsblütenhonig. „Das macht mir hier Spaß, dabei zu sein“, sagte Alma.

„Das ist hier der Mädelsraum“, sagte Katrin Friedemann. Denn gleich vier Frauen bieten Jahr für Jahr ihre selbst gefertigte Kunst und Handwerk in diesem Raum an. „Nette Atmosphäre, hier herrscht Harmonie und man trifft Leute, die man sonst nicht sieht“, lautet Friedemanns Fazit.

Astrid Wittkopp mit einem pflanzengefärbten Kleid. Quelle: Christamaria Ruch

Karola Doll ist schon von Beginn an dabei und bietet Klöppelkunst oder Fröbelsterne an. „Heute habe ich den optimalen Platz“, sagte sie. Nebenan blieben immer wieder auch Besucher am Stand von Winfried Rochner stehen. Der 84-Jährige bot erstmals in Papenbruch sein Holzspielzeug an. Auch der vierjährige Otto Bröcker konnte nicht genug von dem Spielzeug bekommen. An einem Hammerwerk kurbelte er ausdauernd. Astrid Wittkopp aus Fretzdorf setzte vor 16 Jahren mit Heike Kropius die Idee von „Atelier offen“ erstmals um. Gestricktes, Gefilztes oder Bilder sind ihre Markenzeichen. „Die Farben gewinne ich aus mehr als 100 Pflanzen und aus mehreren Pilzen“, sagte sie. Der Blutblättrige Hautkopf spendet rote Farbe und der Habichtspilz färbt die Wolle grün. Aus Kastanienblättern gewann sie etwa die Farbe für ein Kleid. „Die Naturfarben harmonieren sehr gut miteinander.“

Birgit Albrecht aus Kötzlin besuchte erstmals den Markt. „Ich wohne erst seit einem Jahr in der Region und habe in der MAZ gelesen, dass heute „Atelier offen“ hier ist.“ Zu ihrer Ausbeute gehörten etwa Seifen von Sabine Baeslack, Fröbelsterne und Kunstkarten.

Von Christamaria Ruch

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