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Ostprignitz-Ruppin Kunsthandwerkersiedlung erwacht zum Leben
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kunsthandwerkersiedlung erwacht zum Leben
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00:17 29.08.2016
Heidi Behrens vor dem gedruckten Bastbehang. Quelle: Josephine Mühln
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Gildenhall

Die Kunsthandwerkersiedlung Gildenhall lebte im vergangenen Monat wieder auf – fast so, wie sie einst war. Am Sonntag, 28. August, schließt nach 27 Tagen die Ausstellung „Als ob alle Tage Sonntag wäre“ im Hort am See in Gildenhall. Cornelia Lambriev-Soost und Hendrik Schink, die Kuratoren der Ausstellung, sind ganz begeistert vom Erfolg der Schau. „Das Interesse war wirklich überwältigend“, sagt Lambriev-Soost.

In den 24 Tagen, an denen die Ausstellung geöffnet war, sind – Stand Freitagvormittag – insgesamt 976 Gäste von überall her gekommen: aus Berlin, Potsdam und Hamburg. Die weiteste Anreise hatte ein Gast aus Wien. Unter Leitung der Kuratoren wurden verschiedene Führungen durch die Siedlung und die Ausstellung angeboten.

Rund 300 Euro Spenden kamen zusammen

Auch Evelyn Dieckmann kam nach Gildenhall, um sich die Ausstellung anzusehen. Sie ist die Enkelin des Architekten Adolf Meyer. Er ergänzte 1928 das Gebäude des jetzigen Horts durch ein Ausstellungs- und Bürogebäude. In einer E-Mail an Lambriev-Soost schreibt Evelyn Dieckmann: „Ich fand die Ausstellung sehr gelungen.“

Der Eintritt zur Ausstellung war frei. Es wurde jedoch eine Spendenbox aufgestellt, in der rund 300 Euro zusammenkamen. Dieses Geld geht nun an den Förderverein des Neuruppiner Museums.

Die gezeigten Ausstellungsstücke stammen zu 80 Prozent aus Privat­besitz, 20 Prozent sind Leihgaben des Museums Neuruppin. Über diese Unterstützung freuen sich die beiden Kuratoren. In der Ausstellung sind außerdem einige Tondokumente zu finden, die von Schülern der Jugendkunstschule eingesprochen wurden. Sie erzählen von den Lebenserinnerungen der Gildenhaller Künstler.

Der Publikumsliebling stammt von Else Mögelin

Der absolute Publikumsliebling sei das eins zu eins gedruckte Foto eines Bastbehangs von der Künstlerin Else Mögelin gewesen, sagt Cornelia Lambriev-Soost.

Von den ursprünglichen Gebäuden kann man inzwischen nicht mehr viel wiedererkennen. Vor allem das Atelier des Künstlers Hans Lehmann-Borges hat sich deutlich verändert. Doch alte Fotos zeigen, wie der jetzige Hort früher ausgesehen hat. „Am liebsten würde ich in die Zeit zurückreisen. Die Bilder des Gebäudes sehen so schön aus, dass ich sofort einziehen würde“, sagt Heidi Behrens, eine von den vielen Besuchern der Ausstellung.

Hinweis: Am Sonntag, 28. August, führt Hendrik Schink eine Radtour auf den Spuren der Gildenhaller Kunsthandwerker an. Start ist um 14 Uhr am Museum in Neuruppin.

Von Alina Horst

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