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Ostprignitz-Ruppin Kunstvolles aus Knöpfen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kunstvolles aus Knöpfen
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00:17 03.11.2016
Hannelore Kreinfeld sammelt Knöpfe, die sie zu Kleidern, Hüten und Bildern verarbeitet. Quelle: Peter Geisler
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Walsleben

Es blitzt und blinkt, wohin man auch guckt. In ihrem Gartenhaus hat Hannelore Kreinfeld ein kleines Museum errichtet mit lauter eigenen Werken – alle aus Knöpfen genäht, dicht an dicht. Drei Schaufensterpuppen hat die 77-Jährige eingekleidet, Hüte, Kissen und Bilder kreiert, ausschließlich aus Knöpfen. Sie sind der Blickfang in der Laube, in der jeder freie Platz gefüllt, jede Wand behängt ist. Der Fantasie von Hannelore Kreinfeld sind keine Grenzen gesetzt, wie jeder Besucher erkennen kann. Ob der Brandenburger Adler in Rot und Schwarz oder das Neuruppiner Stadtwappen, Sternzeichen, ein Marienkäfer: Es gibt kaum ein Motiv, das Hannelore Kreinfeld nicht Knopf an Knopf geschaffen hat.

1998 begann die Sammelleidenschaft der Walslebenerin, die sich im Laufe der Jahre auswuchs. Eine Bekannte von ihr hatte dieses Hobby, allerdings weniger spektakulär häufte sie die Knöpfe in einem Karton an. Anders Hannelore Kreinfeld. Sie will zeigen, was sie hat. Und hat es damit bereits zu einer kleinen Berühmtheit gebracht. Sieben Mal war sie bereits im Fernsehen, erzählt sie stolz. Diese Popularität sichert ihr den Nachschub für weitere Arbeiten. Viele Fernsehzuschauer schicken ihr Knöpfe. Aus ganz Europa bekommt sie neues Material: Knöpfe mit Edelsteinen, aus Elfenbein, Strass, Glas, Holz, Metall oder Horn, rund, oval oder eckig, mit vier oder zwei Löchern. Hannelore Kreinfeld hat für alle Verwendung. Wobei sie am liebsten die mit dem Gamsbart hat.

Eine Puppe im Knopf-Kleid. Quelle: Peter Geisler

Auf dem Boden liegen Stoffbeutel mit Knöpfen, die noch darauf warten, verarbeitet zu werden. Doch zu Hannelore Kreinfelds großem Bedauern ist sie zurzeit zur Untätigkeit verdammt – wegen der Gicht in den Händen. Und weil ihr großes Grundstück viel Zeit in Anspruch nimmt.

Ob Kleider, Sternzeichen oder Puppen – Hannelore Kreinfeld verziert so ziemlich alles mit Knöpfen. Quelle: Peter Geisler

Ihr letztes Werk waren die zwölf Sternzeichen. Ob Wassermann, Stier, Zwilling oder Krebs, für jedes Sternzeichen hat sie ein eigenes Bild geschaffen. Die Ideen kommen ihr, wenn sie den Stoff umnäht. Ganz penibel hat sie jedes Stück mit einem kleinen Zettel versehen, aus wie vielen Knöpfen es besteht. So hat sie für einen Hut 2390 Knöpfe verarbeitet. Insgesamt hat sie bis jetzt 700 000 Knöpfe mit Nadel und Faden an ihren Platz gebracht. Ganze Abende verbringen sie und ihr Mann damit, in dem Fundus zu kramen. Wobei ihr Mann ihr eines voraus hat: Er erkennt sofort, wenn ein Exemplar darunter ist, das sie noch nicht in der Sammlung hatte.

2005 präsentierte sie im Museum Neuruppin einige ihrer Werke im Rahmen einer Sonderausstellung „Sammelleiden – Ruppiner Sammler stellen aus“. Das sichert ihr immer wieder Aufmerksamkeit. Und so ist ihre Sammlung immer mal wieder Anlaufpunkt von Besuchern. Im vergangenen Jahr kam eine Frauengruppe. „Die waren bereits zum dritten Mal hier“, sagt Hannelore Kreinfeld. Die Damen besichtigen den kleinen Ausstellungsraum und lassen sich dann gemütlich im Garten nieder, bei Kaffee und Kuchen, den die Hausherrin gebacken hat.

Damit nicht genug, hat Hannelore Kreinfeld auch Übertöpfe und Vasen mit Muscheln verziert. Sie kann es nicht lassen, ihre Kreativität auszuleben.

Von Dagmar Simons

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