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Kupfer von Fehrbellin auf alle Kontinente

Cablo recycelt jährlich 20 000 Tonnen Kabel Kupfer von Fehrbellin auf alle Kontinente

Aluminium für Autofelgen, Kupferfasern für Bremsbeläge – das Fehrbelliner Unternehmen Cablo Metall-Recycling und -Handel verwertet alte Kabel. Der Ertrag geht dann auf alle Kontinente. Beispielsweise steckt in sehr vielen Bremsbelägen europäischer Ersatzteilhersteller Kupfer, das unweit des Fehrbelliner Flugplatzes recycelt wurde.

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Cablo-Chef Michael Liesegang, Dagmar Ziegler (M.), Marie-Christine von Hahn von der Firma Aurubis.

Quelle: Frauke Herweg

Fehrbellin. Am Ende wird das fein zermahlene Kupfer in 25-Kilo-Säcken abgewogen und in Pappkartons verpackt. Südkorea steht als Versandadresse auf dem einen Karton. Italien auf dem anderen. Das Fehrbelliner Unternehmen Cablo Metall-Recycling und -Handel verschickt wiedergewonnene Metalle in alle Welt. In sehr vielen Bremsbelegen europäischer Ersatzteilhersteller steckt Kupfer, das einmal unweit des Fehrbelliner Flugplatzes recycelt wurde.

Etwa 20 000 Tonnen Kabel werden jährlich am Fehrbelliner Cablo-Standort wiederverwertet. Das dünnste Kabel ist nur etwa einen Millimeter dick, das stärkste bis zu 35 Zentimeter – „Unterseekabel zum Beispiel“, sagt Unternehmenschef Michael Liesegang. Cablo recycelt die metallischen Schätze innerhalb des Kabels, aber auch die Isolation. „100 Prozent sind verwertbar.“

Zermahlenes Kupfer

Zermahlenes Kupfer.

Quelle: Frauke Herweg

Am Dienstag besuchte die SPD-Bundestagsabgeordnete Dagmar Ziegler den Betrieb. Bei einem Unternehmensrundgang informierte sich Brandenburgs frühere Sozialministerin unter anderem über die Entwicklung des Standortes und die gesetzlichen Vorgaben für die Recycling-Industrie. Etwa 40 Beschäftigte arbeiten für Cablo Fehrbellin. „Der Fachkräftemangel trifft auch uns“, sagt Liesegang. Viele der Verwaltungsmitarbeiter kämen aus dem Berliner Raum. Liesegang hätte gerne auch Leute aus der Region beschäftigt. „Doch das war schwierig.“

Laster fahren die Kabel, die in Fehrbellin recycelt werden sollen, aus einem Umkreis von 1500 Kilometern an. Doch auch aus Nord­afrika wird Material geliefert. Eine deutsche Firma versendet ihre Kabel über Seecontainer bis nach Brandenburg. „Das lohnt sich immer noch“, sagt Liesegang.

Recycelt werden die Kabel in mehreren Schritten. Mahlmaschine zerkleinern die Kabel zunächst. Später werden die einzelnen Komponenten in einem Schüttel- und Siebverfahren sortiert. Selbst die Kabelisolierung erfährt ein zweites Leben. In einer Produktionshalle formen Maschinen aus den eingeschmolzenen Kunststoffkrümeln Bakenfüße und Beschwerungsringe für Pylonen – damit die orange-weiß geringelten Kegel nicht über die Straße fliegen.

Von Frauke Herweg

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