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Kyritz: 2015 gab es viel Sonne, aber auch Sturm

Wetterrückblick Kyritz: 2015 gab es viel Sonne, aber auch Sturm

Das Jahr 2015 war im Altkreis Kyritz reich an Sonnenschein. Beginnend im Januar, gab es in Kyritz eine Serie mit reichlich Sonne. Aus der Reihe tanzte nur der Juni. Alle anderen elf Monate des Jahres 2015 schlossen im Plus ab, ohne jedoch in die Nähe von Rekordsonnenschein zu kommen.

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Sturmtief Felix fegte am zweiten Januar-Wochenende 2015 auch über Kyritz hinweg.

Quelle: André Reichel

Kyritz. Das Jahr 2015 hat gezeigt, dass es auch dauerhaft beständig sein kann, nämlich dauerhaft zu warm. Von den zwölf Monaten schlossen hierzulande nur drei etwas unterkühlt ab. Schon vor dem 10. Februar waren in Kyritz die letzten Schneereste verschwunden. Anfang Dezember hieß es dann: Wenn im letzten Monat des Jahres nichts Außergewöhnliches passiert, gibt es ein nicht ganz so warmes Jahr. Doch der Dezember war mit durchschnittlich 6,7 Grad so warm wie nie.

Für Kyritz errechneten die Meteorologen ein Jahresmittel von 10 Grad. Damit lag die Durchschnittstemperatur um 1,7 Grad über dem Referenzwert der langjährigen Klimareihe. Der Jahresverlauf war geprägt durch einige markante Witterungsereignisse. Stürmischster Tag des Jahres war der 10. Januar. Mit 96 Kilometer pro Stunde fegte der Wind durch die Stadt. In Neuruppin waren es 117 Kilometer pro Stunde. Längere Trockenphasen prägten das Jahr. So fiel beispielsweise vom 2. bis 25. April so gut wie kein messbarer Niederschlag. Es sollte die längste trockene Phase des Jahres sein.

Kurze hochsommerliche Perioden wurden wie oft durch Starkregenereignisse unterbrochen. Gegenüber den Vorjahren fielen die Mengen jedoch geringer aus. Ein Tag ragte aber heraus. Am 16. August fiel innerhalb kurzer Zeit die eigentlich übliche Menge für den gesamten August, nämlich 50 Liter pro Quadratmeter. 19 Gewittertage gab es im vergangenen Jahr, etwas weniger als im Vorjahr. Weihnachten und Schnee fanden hierzulande nicht zueinander. Im Gegenteil, mit 10 bis 14 Grad war es an allen drei Tagen viel zu warm. Der 26. Dezember weckte sogar Frühlingsgefühle, denn mit 14,3 Grad wurde es so warm wie nie an einem 26. Dezember.

270 Stunden mehr Sonne als üblich

Das Jahr 2015 war reich an Sonnenschein. Beginnend im Januar, gab es in Kyritz eine Serie mit reichlich Sonne. Aus der Reihe tanzte nur der Juni. Alle anderen elf Monate des Jahres 2015 schlossen im Plus ab, ohne jedoch in die Nähe von Rekordsonnenschein zu kommen. Im gesamten Jahr standen für die Sonnenanbeter rund 1850 Sonnenstunden zur Verfügung. Das sind knapp 270 Stunden mehr als üblich. Zum Rekord von 2003 fehlten allerdings 240 Stunden.

Gefühlt zu trocken, aber gemessen zu nass, so könnte man das Jahr 2015 hinsichtlich des Niederschlages beschreiben. Sechs feuchte Monate standen fünf trockenen gegenüber. Nur der September hielt sich an seine Vorgaben. Die niederschlagsreichsten Monate waren 2015 der August mit 116 Litern pro Quadratmeter, und ungewöhnlicherweise auch der Januar und November mit 91 und 88 Litern auf den Quadratmeter. Der November landete gar auf Platz 2 der bisher regenreichsten November seit 1958.

Neben dem Februar waren besonders der April und Mai zu trocken und bestätigten den in den letzten Jahren aufgekommenen Trend zu einer ausgeprägten „Frühjahrstrockenheit“. Am Ende des Jahres standen in Kyritz rund 711 Liter pro Quadratmeter auf der Habenseite, das waren 173 Liter mehr als üblich und 133 Liter mehr als in Neuruppin. Zum Vergleich: Im Jahr 2003 und 1996 regnete und schneite es verbreitet nur 360 Liter. Im bisher niederschlagsreichsten Jahr 2007 waren es 960 und in Neuruppin 760 Liter.

Erstaunlich ist, welche Temperaturdifferenzen von Jahr zu Jahr in unseren gemäßigten Breiten auftreten können. Heiße Tage über 30 Grad gab es derer 15. Die Skala reichte im vergangenen Jahr von noch verkraftbaren minus 10 Grad, gemessen am 6. Februar, bis zum Rekordwert von genau 37,8 Grad am 4. Juli.

Von Thomas Hinz

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