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Ostprignitz-Ruppin Kyritz: Bachstraße 6 wird neu aufgebaut
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz: Bachstraße 6 wird neu aufgebaut
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00:18 22.04.2016
Was die Stadt von Anfang an als Umbau und Sanierung geplant hat, ist für manchen Betrachter doch eher ein Neubau. Quelle: André Reichel
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Kyritz

Für Verwunderung sorgen die Bauarbeiten am Haus Johann-Sebastian-Bach-Straße 6 derzeit bei den Kyritzern. Von einem Haus kann man eigentlich nicht mehr sprechen. Nach den Abrissarbeiten stehen nur noch die Fassade und der Giebel an der linken Seite. Dach und Innenleben des Gebäudes sind mittlerweile komplett verschwunden.

„Das war von Anfang an so geplant“, sagt Ralf Langer. Er ist Sachbearbeiter im Bereich Hochbau des Kyritzer Bauamtes und zeigte am Dienstag die Pläne bei einer Bauberatung. Rote Linien zeigen an, was abgerissen werden musste. Dass es letztlich zwei Wände mehr wurden, sei dem schlechten Zustand des Innenraumes geschuldet und erst bei den Abrissarbeiten zu Tage gekommen. Starke Verformungen der Holzbalken und jede Menge Katzenkot und -urin hatte dem Innern des Hauses jahrelang Schaden zugefügt. Vom Kot habe man vorher gewusst, schließlich klebte er nach jeder Besichtigung an den Schuhen , so Langer. Aber die weiteren Ausmaße seien nicht bekannt gewesen. Solche Wände und Balken könne man nicht sanieren, so Langer. Der Geruch sei zu hartnäckig.

Die Arbeiten liegen im Plan

„Wir liegen gut im Bauplan“, so der Rathausmitarbeiter. In der Woche ab dem 2. Mai sollen die Leitungen und Anschlüsse für Wasser, Abwasser und Erdgas verlegt werden. Anschließend erfolgt die Neugründung des Gebäudes. Die alten Fundamente werden dafür wieder genutzt.

Die Verwunderung unter den Kyritzern kann Langer indes nicht verstehen. Selbst Bürgermeisterin Nora Görke hatte im Vorfeld der Arbeiten mehrmals darauf hingewiesen, dass die Bausubstanz noch nicht abschließend einzuschätzen ist.

Abriss wird auch auf Facebook kommentiert

Einwohner kommentieren den Abriss unter anderem auf einer öffentlichen Kyritzer Facebook-Seite. Steffen Strebel schreibt: „War das eigentlich so geplant? Ich dachte, das Haus wird behutsam saniert?“ Mario Petrowsky meint: „Das verstehen die wohl unter Kernsanierung.“ Das Haus sei bestimmt umgefallen, vermutet Kerstin Franz. „Ist ja fast wie zu DDR-Zeiten. Hauptsache die Straßenansicht bekommt neue Farbe und alles ist wieder schick“, lautet Karsten Bährs Kommentar. Sigrid Pahlmann vermutet hingegen, das „wahrscheinlich nur die Vorderfront denkmalgeschützt ist, wie bei meinem Geburtshaus in der Perleberger Straße.“

Fassde unterliegt dem Ensembleschutz

Die Fassade unterliegt tatsächlich einem so genannten Ensembleschutz, war von Langer zu erfahren. Sie wird genauso wieder hergerichtet, wie sie einst aussah. Dafür gibt es in den Bauunterlagen ein Farbkonzept. Neue Fenster werden eingebaut, die wie die alten aussehen und die gleiche Teilung haben. Das Bauvorhaben wird vom Sachbereich Denkmalschutz des kreislichen Bau- und Umweltamtes begleitet. Ein Statiker ist ebenfalls mit dabei. Er rechnet laut Langer nicht damit, dass der noch stehende schiefe Giebel später Probleme macht. „Die Ecken sind stabil“ so Langer. Das sei wichtig.

Von Sandra Bels

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