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Kyritz: Diesmal hat es nicht gebrannt

Feuerwehreinsatz ohne Feuer Kyritz: Diesmal hat es nicht gebrannt

Wenn in Kyritz die Feuerwehr ausrückt, fragt sich alles bang, ob etwa schon wieder ein Brandstifter zugeschlagen hat. Doch der mutmaßliche Feuerteufel ist gefasst, und diesmal hat es auch nicht gebrannt. Die Feuerwehr testete, ob die Brunnen genug Löschwasser führen.

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Bei diesem Einsatz in der Perleberger Straße in Kyritz musste kein Feuer gelöscht werden. Stattdessen wurde der Löschwasserbrunnen überprüft.

Quelle: Foto: André Reichel

Kyritz. Es blieb nicht lange unbemerkt, als am Donnerstagnachmittag ein Löschfahrzeug der Kyritzer Feuerwehr gegenüber der Lindenschule in der Perleberger Straße in Stellung ging. Doch nirgendwo qualmte es und ein Feuer war auch nicht zu entdecken. Trotzdem stiegen Feuerwehrmänner aus dem Einsatzfahrzeug und koppelten einen dicken Schlauch an einen Hydranten an. Sekunden später ergoss sich in hohem Bogen ein Wasserstrahl aus der auf dem Dach des Fahrzeuges montierten Löschkanone in das grüne Geäst eines verwilderten Parks gegenüber der Schule. In gebührenden Abstand zur Fontäne positionierten sich rasch zahlreiche Schaulustige und beobachteten das Geschehen mit einiger Verwunderung.

Stadtwehrführer Meinhard Giese war ebenfalls vor Ort und klärte sogleich auch über den nicht ganz alltäglichen Einsatz auf: „Wir betreiben hier gerade eine Brunnenpflege. Das müssen wir mindestens zwei Mal pro Jahr machen.“ Giese schaut auf die Uhr. Gut 45 Minuten pumpen die Feuerwehmänner nun Wasser aus dem Brunnen. Dieser ist rund neun Meter tief. „Mehr hat auch keinen Sinn, denn aus noch größeren Tiefen können wir das Wasser nicht mehr hochpumpen“, erklärt Giese. Mindestens 800 Liter pro Minute muss solch ein Brunnen, wie der in der Perleberger Straße liefern und das konstant für den ganzen Zeitraum des Testes. „Das ist Vorschrift für Löschwasserbrunnen in Wohngebieten“, so der Stadtwehrführer. Er ist am Ende zufrieden mit dem Ergebnis, das mit rund 900 Litern pro Minuten die Norm noch übertroffen hat.

Mehr Leistung wird von den Löschwasserbrunnen im Gewerbegebiet abverlangt. Auch die werden überprüft. Sie müssen 1600 Liter Wasser pro Minute liefern. Als weiteren für die Brunnen positiven Effekt des Wasserabpumpens benennt Meinhard Giese, dass dieser dadurch entschlammt wird. In Kyritz und den dazu gehörnenden Ortsteilen stehen der Feuerwehr insgesamt 12 Brunnen, darunter zwei Kesselbrunnen, zur Verfügung. Die beiden Brunnen in Teetz und Ganz wurden in den vergangenen Tagen schon gepflegt, wie auch der an der ehemaligen Deponie in der Strüwe. am Freitag wurde der Brunnen in Karnzow überprüft.

Von André Reichel

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