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Ostprignitz-Ruppin Kyritz: Geteilte Meinungen zum Klosterentwurf
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz: Geteilte Meinungen zum Klosterentwurf
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00:17 13.06.2016
Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe „Bauen am Klostergelände“ Adrian Krüger erläuterte am Donnerstag den neuen Vorentwurf. Quelle: Alexander Beckmann
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Kyritz

Es gibt einen neuen Entwurf zur Gestaltung des Kyritzer Klostergeländes. Am Donnerstag wurden die seit Februar von der Arbeitsgruppe „Bauen am Klostergelände“ und vom Architekturbüro Kühn-von Kähne und Lange entwickelten Pläne den Ausschüssen für Wirtschaft und für Stadtentwicklung der Stadtverordneten vorgestellt. Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Adrian Krüger (Die Linke) erklärte die Grundideen: „Schnell hat sich herausgestellt, dass es ohne Erweiterungsbau nicht geht.“

Architekt Gerald Kühn-von Kähne ging auf Details ein. Der historische Klausurflügel und die alte Brennerei sollen saniert und für Museum beziehungsweise Bibliothek genutzt werden. Die ehemaligen Wäschereianbauten werden abgerissen. Hinzu kommen zwei Neubauten. Der eine an der Stadtmauer zwischen Klausurflügel und Brennerei. Er soll Treppenhaus, Fahrstuhl, einen Veranstaltungsraum, Sanitäranlagen sowie Räume für Museumspädagogik aufnehmen und über einen zweigeschossigen Anbau mit dem Klausurflügel verbunden werden. Der alte Werkstattanbau im Klostergarten wird durch einen transparenten Flachbau ersetzt, der ein Café aufnehmen könnte.

Neubau für Vereine und das historische Stadtarchiv

„Die Räumlichkeiten der Brennerei sind ideal geeignet für eine Bibliothek“, schätzt Kühn-von Kähne ein. Ein Treppenhaus und ein Lift müssten installiert werden. An der Ecke Pritzwalker Straße soll ein weiterer kleiner Neubau Platz für Vereine und das historische Stadtarchiv bieten. Alle Gebäude werden untereinander mit einem Flachbau entlang der Stadtmauer verbunden.

Heinz Drewin, Sprecher der Bürgerinitiative, die sich 2015 gegen eine Bebauung des Klostergartens stark gemacht hatte, begrüßte den Vorentwurf. Auch die Bibliothek, der Tourismusverein und der Heimatverein äußerten sich zustimmend. Warum die „Knattermimen“ sich nicht äußerten und ob sie überhaupt befragt wurden, blieb am Donnerstag allerdings offen.

Geschätzte Kosten: 7,6 Millionen Euro

Für Meinungsverschiedenheiten sorgten bei den Ausschussmitgliedern vor allem die Kosten der Umsetzung. Die Architekten schätzen die Baukosten grob auf rund 7,6 Millionen Euro – 1,8 Millionen mehr als für die verworfene Variante mit Bebauung des Klostergartens. Grund sind die allgemeine Kostensteigerung für das Bauen und die größere Nutzfläche. Bauchschmerzen bereitet einigen Stadtverordneten offenbar auch der Betriebsaufwand, zu dem bislang keine Angaben vorliegen. Der Wirtschaftsausschuss sprach sich mit knapper Mehrheit gegen den Entwurf aus, der Stadtentwicklungsausschuss knapp dafür.

Ob die vorgestellten Ideen weiter verfolgt und planerisch konkretisiert werden, das muss die Stadtverordnetenversammlung entscheiden. Sie befasst sich am 6. Juli mit dem Thema.

Von Alexander Beckmann

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