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Ostprignitz-Ruppin Grünflächen wuchern in Kyritz zu
Lokales Ostprignitz-Ruppin Grünflächen wuchern in Kyritz zu
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02:17 28.06.2015
Mannshoch steht in Kyritz das Gras an der Wittstocker Straße. Quelle: Matthias Anke
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Kyritz

Es ist nichts ungewöhnliches, dass es zu dieser Jahreszeit allerorten derart sprießt, dass es sich mit der Grünpflege nur schlecht hinterherkommen lässt. Doch in Kyritz ist dies an einigen Stellen schon Dauerzustand. An anderen Ecken wiederum ließe sich selbst durch Mähen der Anblick nicht mehr verbessern, weil die Pflanzen zerstört und längst entfernt sind.

Als „verheerend“ bezeichnet Konstantin Normann etwa den Zustand einiger Flächen im Kyritzer Rosengarten, maßgeblich die Teichanlage. „Erbärmlich“, sagt Jürgen Freier dazu. Beide CDU-Stadtverordneten machten ihrem Frust am Dienstagabend in der Hauptausschusssitzung Luft. Anlass war, dass dort über die noch zu bauende Verlängerung der Domstraße mittels Fußweg in den Rosengarten diskutiert wurde – was ein neuer, ebenso zu pflegender und vermutlich erneut aber vernachlässigter Bereich werden könnte.

Die Finanzierung des gesamten Vorhabens in zwei Bauabschnitten einschließlich Planungsleistungen erfolgt über das Förderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“. Bund und Land zahlen jeweils 40 Prozent, die Stadt muss die verbleibenden 20 Prozent aufbringen. Alles in allem kostet es mehr als 300 000 Euro, den Durchgang von der Domstraße zum Rosengarten, für den jüngst die alte Bäckerei Haupt weggerissen wurde, für Radfahrer und Fußgänger passierbar zu machen und entsprechend zu gestalten.

Wo einst die Bäckerei stand, soll noch in diesem Jahr mit dem Bau eines Durchgangs zum Rosengarten begonnen werden. Quelle: Matthias Anke

„Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass auch dieser Weg dann gepflegt werden muss“, sagte Bürgermeisterin Nora Görke. Bauamtsleiterin Angela Schulz wies darauf hin, dass in dem Fall Rasenflächen aber nicht regelmäßig gemäht werden müssten, weil sie so konzipiert werden, sie auch Mal als Wiese wachsen zu lassen. Im Zusammenhang mit Baumpflanzungen sprach sie von einer Streuobstwiese.

Dennoch, so Freier, sei der Bauhof offensichtlich schon mehr als genug beschäftigt, so dass ihm jede weitere Aufgabe zur Last werde. „Wir bauen immerzu was Neues, haben dann aber keine Mittel, dieses zu pflegen“, sagte er und verwies auf den jüngst auch noch hinzugekommenen, neu gestalteten Kyritzer Zugang zum Untersee.

Konstantin Normann erweiterte den Blick bis auf das sogenannte Straßenbegleitgrün an der Wittstocker Straße von Kyritz. „Das sieht dort schlimm aus“, sagte er. „Stimmt“, gab die Bürgermeisterin zu: Der Bereich war seinerzeit zwar über den Landesbetrieb angelegt worden, die Stadt aber sei nunmehr dafür zuständig. Wie Angela Schulz vom Bauamt daraufhin erklärte, werde bereits nach einer alternativen Begrünung gesucht. Denn selbst, wenn dort gemäht würde: Ältere Anpflanzungen seien teils nicht mehr zu retten, andere wiederum scheinen längst von Anwohnern entfernt worden zu sein, um den Anblick wenigstens erträglich zu machen. Eine Lösung mittels Neuanpflanzungen sei vor dem nächsten Jahr allerdings nicht mehr in Sicht.

Nur, wer genau hinsieht, erkennt, dass die Verkehrsinsel am Stadteingang mal eine schön gestaltete Rabatte besaß. Quelle: Matthias Anke

Von Matthias Anke

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