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Kyritz: Mann quält Hunde auf offener Straße

Tierquälerei Kyritz: Mann quält Hunde auf offener Straße

Erst kürzlich hat ein Unbekannter in Kyritz (Ostprignitz-Ruppin) eine Katze auf grausamste Weise zu Tode gequält. Nun sorgt ein neuer Fall von Tierquälerei für Aufregung. Ein 52-jähriger Mann hat sich auf offener Straße auf seine Hündin gesetzt. Doch damit nicht genug, er quälte auch ganz junge Tiere. Nun scheint sich für die Tiere ein kleines Happy-End abzuzeichnen.

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Welpen und Hündin sind in Papenbruch in Sicherheit.

Quelle: Privat

Kyritz. Ein 52-Jähriger hat am Sonntag gegen 13.30 Uhr mit seinen Labrador-/Golden-Retriever-Mischlingswelpen und der Hündin dazu für eine Menschenansammlung in der Straße der Jugend von Kyritz gesorgt. Eine Frau hatte beobachtet, dass der Mann die Hündin auf der Straße schüttelte und sich anschließend auf sie setzte, und die Polizei gerufen. Das war von Dörte Röhrs, Sprecherin der Polizeidirektion Nord in Neuruppin zu erfahren. Die Tiere waren demnach auch nicht angeleint. Beobachtet worden war außerdem, dass der Mann die Welpen herumgeworfen haben soll, bevor Anwohner die Tiere einfangen konnten.

Die verständigten Polizeibeamten riefen daraufhin Sven Galle vom Tierheim Papenbruch zu Hilfe und erteilten ihm den Auftrag die Welpen samt Mutter in Sicherheit zu bringen. Galles Mitarbeiterin holte sie ab. Das Kyritzer Ordnungsamt wurde ebenfalls informiert.

Vor rund zwei Wochen hat ein Fall von Tierquälerei auf einem Kyritzer Spielplatz für Entsetzen gesorgt. Ein Unbekannter hatte eine Katze auf Spielgeräte geschlagen und dem Tier das Fell abgezogen. Der Fall machte bundesweit Schlagzeilen.

Der Mann ist der Polizei als Tierquäler bekannt

Laut Dörte Röhrs ist der 52-jährige Hundehalter bereits wegen anderer Verstöße gegen das Tierschutzgesetz polizeilich bekannt gewesen. Das bestätigte am Montag Gabriele Neupert vom Kyritzer Amt für Bürgerservice. Sie sagt auch, dass das eigentlich kein Fall für das Kyritzer Ordnungsamt ist, sondern für den Landkreis, der sich mit solchen Verstößen beschäftigt. Nach mehreren Telefonaten stand jedoch im Kyritzer Rathaus am Montag Vormittag fest, dass die sichergestellten Tiere an neue Halter vermittelt werden dürfen. Das hatte der Betreuer des 52-Jährigen entschieden, war aus dem Rathaus zu erfahren.

Die Vermittlung übernimmt Sven Galle. Von der in der Region als Tierschützerin bekannten Ilona Paschen aus Wusterhausen weiß er, dass die Welpen ziemlich genau zwölf Wochen alt sind. Die Wusterhausenerin konnte ihm auch sagen, dass es für zwei Welpen bereits Interessenten gibt.

Der Allgemeinzustand der Tiere sei gut, so Galle, der sie weiterhin in seiner Obhut hat. „Sie sind gesund, munter und zutraulich und tollen bei uns herum“, sagt er. Wer sich für einen Hund interessiert, kann sich bei ihm melden. Das Tierheim Papenbruch ist unter 03394/40 01 60 zu erreichen. Sven Galle bittet darum, nicht auf blauen Dunst dorthin loszufahren, sondern vorher einen Termin mit ihm zu vereinbaren. Er sei nicht immer erreichbar und können nie vorher sagen wann er den nächsten Auftrag bekommt. In den vergangenen Wochen habe es mindestens drei ähnliche Fälle wie den Kyritzer gegeben, sagt er.

Von Sandra Bels

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