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Ostprignitz-Ruppin Sorgen ums Mehrgenerationenhaus schwinden
Lokales Ostprignitz-Ruppin Sorgen ums Mehrgenerationenhaus schwinden
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02:17 28.06.2015
Sieht von außen noch gut aus, hat aber einigen Modernisierungsbedarf: In das Mehrgenerationenhaus müssen wohl rund 1,5 Millionen Euro investiert werden. Bevor so viel Geld ausgegeben wird, soll der Standort noch ein Mal genau analysiert werden. Quelle: Matthias Anke
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Kyritz

Einem zaghaften „Ja“ im Stadtentwicklungsausschuss folgte ein knappes „Ja“ im Bildungsausschuss und nun diesen Dienstagabend ein sehr deutliches „Ja“ der Mitglieder des Hauptausschusses. Für die bevorstehende Stadtverordnetenversammlung in Kyritz ist damit zu erwarten, dass deren Mitglieder mehrheitlich für eine Standortuntersuchung zum Mehrgenerationenhaus votieren werden. In einer ersten Runde durch die Ausschüsse wurde eine solche Untersuchung noch weitestgehend abgelehnt.

Zu groß waren die Vorbehalte. Der Standort an sich werde damit in Frage gestellt, hieß es, vor allem weil bereits nach Alternativen Ausschau gehalten werden sollte. Vergeblich warb die Verwaltung dafür, angesichts einer bevorstehenden Investition von vermutlich 1,5 Millionen Euro in das teils marode, nicht mehr auf modernem Stand befindliche Gebäude lieber einmal genauer hinzusehen, bevor so viel Geld ausgegeben wird. Die Beschlussvorlage wurde dann zurückgezogen und nun erweitert neu eingebracht.

Dennoch ging ein Raunen durch den Stadtentwicklungsausschuss: Seitens der Verwaltung hieß es plötzlich, es sei abzusehen, dass einige der im Mehrgenerationenhaus untergebrachten Vereine beziehungsweise Sozialträger nicht länger dort bleiben würden. „Wenn das so ist, muss das hier aber auf den Tisch“, hieß es daraufhin unter den Ausschussmitgliedern. Namen wurden nicht genannt. Vielmehr wurde im Nachhinein spekuliert unter anderem über einen Wegzug des Vereins „Stattwerke“ sowie einen Auszug von „Outlaw“.

Angebote für Kinder, Jugendliche und junge Familien

Doch nichts davon bestätigte sich. Dafür ließ die Stadt jetzt einen Spielplatz bauen und dieser Tage einweihen. Das Mehrgenerationenhaus ist damit um eine Attraktion reicher, wie die Kyritzer Bürgermeisterin, Nora Görke, sagte. Für sie sind die Spielgeräte zugleich ein Bekenntnis zu dem Haus.

Auch Christian Boldt von der Stadtverwaltung, der für das Mehrgenerationenhaus verantwortlich ist, räumt mit den Gerüchten auf: „Es gab und gibt Umzüge innerhalb des Hauses“, sagte er. „Aber niemand verlässt uns.“ Lediglich das Projekt „Wall“ der gemeinnützigen Gesellschaft Outlaw ziehe aus. Outlaw selbst bleibe als Mieter erhalten. Durch den Wegzug des „Wall“-Projektes werden im Mehrgenerationenhaus zum 1. August Räume frei. Ansonsten gebe es derzeit keine Kapazitäten.

In dem Gebäude gibt es Angebote für Kinder, Jugendliche, junge Familien, Alleinerziehende, Menschen mit Migrationshintergrund, Erwachsene und Senioren. Schwerpunkte sind die Bereiche Bildung und Beratung, Unterstützung und Entlastung der Familien, Kinder- und Jugendarbeit und Begegnung zwischen den Generationen. Zu den regelmäßigen Angeboten der dort ansässigen Vereine und gehören unter anderem Nachhilfe, Tanzen, Mutter-Kind-Gruppe, Familienfrühstück, Töpfern und Theater. Die Malgruppe „Montagsmaler“ treffen sich dort ebenso wie der Freundeskreis der Plattdeutschen.

Von Matthias Anke und Sandra Bels

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