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Ostprignitz-Ruppin In Kyritz wird die Brötchentaste eingeführt
Lokales Ostprignitz-Ruppin In Kyritz wird die Brötchentaste eingeführt
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02:17 29.06.2015
Noch kann in Kyritz eine Stunde mit Parkscheibe kostenlos geparkt werden. Quelle: Matthias Anke
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Kyritz

Mit dem einstündigen kostenfreien Parken in der Kyritzer Innenstadt dürfte es bald vorbei sein. Denn folgt die Stadtverordnetenversammlung am Mittwoch, 8. Juli, den Empfehlungen der Wirtschafts- und Hauptausschussmitglieder, gilt im Anschluss die Parkgebührenordnung wieder. Sie war wegen des Jäglitz-Brückenbaus seit 2013 außer Kraft gesetzt worden. Auch die Parkscheinautomaten sollen dann wieder in Betrieb genommen werden. Es gibt jedoch eine interessante Änderung. Umgangssprachlich lässt sich Brötchentaste dazu sagen. Kurzzeitparker können dann 15 Minuten lang ihr Fahrzeug kostenlos stehen lassen.

Als „richtig gute Idee“ bezeichnete das jetzt auch der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Thomas Settgast (SPD), als Mitglied im Hauptausschuss. Die alte Parkgebührenordnung stammt von 2007. Während der vergangenen zwei Jahre war es ohne sie nun möglich, in der Innenstadt gebührenfrei zu parken.

Gute Erfahrungen in Wittstock gemacht

Mit Brückenfreigabe sowie Fertigstellung der Schulenburgstraße sollte die vorher geltende Regelung nun eigentlich automatisch aktiviert sein. Doch noch immer wurden die Parkscheinautomaten nicht in Betrieb genommen. Nach wie vor informieren Zettel, versehen mit dem Logo vom Baufrosch als Brückenmaskottchen, über die Möglichkeit zum einstündigen kostenlosen Parken mittels Parkscheibe.

„Die Erfahrungen und die dazu geführten Diskussionen haben gezeigt, dass die Gebührenordnung überarbeitet werden muss“, hieß es dazu aus der Stadtverwaltung: „Es besteht der Wunsch der Gewerbetreibenden, in der Innenstadt von Kyritz auch weiterhin gebührenfrei zu parken. Die Gewerbetreibenden haben sich aber auch dahingehend geäußert, dass die Einführung einer sogenannten Brötchentaste an den Parkscheinautomaten vorstellbar wäre.“ Dieser Vorschlag soll nun mit der Gebührenfreiheit für die ersten 15 Minuten berücksichtigt werden. In anderen Städten wie etwa Wittstock seien damit gute Erfahrungen gesammelt worden.

Der Automat in der Maxim-Gorki-Straße bleibt

Nach Angaben von Kämmerer Michael Köhn liefen jährlich Einnahmeverluste von rund 30 000 Euro auf. Diese aber gibt es wegen der Brötchentaste nun nicht mehr als schwarze Zahl zurück: „Es ist davon auszugehen, dass die Einnahmen dadurch um jährlich 5000 Euro niedriger ausfallen werden und sich der Bedarf an Parkscheinrollen erhöhen wird. Das muss in den künftigen Planungen berücksichtigt werden.“

Zudem waren die Parkgebühren und die Höchstparkdauer in den einzelnen Straßen der Innenstadt bisher unterschiedlich geregelt. Auch das soll mit der neuen, nun also vereinheitlichten Parkgebührenordnung geändert werden.

Weil sich der Standort für einen Parkscheinautomaten in der Maxim-Gorki-Straße bewährt habe, wurde diese Straße in die Gebührenordnung mit aufgenommen. Dieses Gerät jedoch war nur umgesetzt worden. Um alle bisherigen Automatenstandorte zu erhalten, muss ein neuer Automat angeschafft werden. Die Standorte sind damit: zwei Mal Hamburger Straße, zwei Mal Bach-Straße und je einer in der Gorki-Straße sowie auf dem Marktplatz.

Von Matthias Anke

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